Trump: US-Einreisestopp aus Europa bleibt vorerst bestehen

Der Einreisestopp der USA für Ausländer aus Europa bleibt vorerst bestehen. Italien und Spanien gehe es in der Corona-Krise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Massnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert.

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US-Präsident Donald Trump hat den US-Einreisestopp für Personen aus dem Schengenraum angesichts der Coronavirus-Krise verlängert.

US-Präsident Donald Trump hat den US-Einreisestopp für Personen aus dem Schengenraum angesichts der Coronavirus-Krise verlängert.

KEYSTONE/AP/Alex Brandon
(sda/dpa)

Dies sagte US-Präsident Donald Trump diesbezüglich am Montagabend (Ortszeit) im Weissen Haus. Derzeit gelte ein «sehr starker» Einreisestopp und dieser bleibe in Kraft, bis es den Menschen in den Ländern besser gehe, sagte Trump. Sobald dies der Fall sei, wolle man den Einreisestopp «sehr schnell» beenden, machte Trump allerdings deutlich. «Aber wir wollen sicherstellen, dass alles gut ist.»

Bei der Ankündigung des Einreisestopps Mitte März hatte Trump gesagt, dass die Regelung auf 30 Tage begrenzt sei. Vor zwei Wochen kündigte er bereits an, dass die Massnahme länger gelten solle.

Seit einem Monat dürfen Reisende aus dem Schengenraum, Grossbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte «Green Card». Auch deren Angehörige sind weitestgehend ausgenommen.

Video als Beweis

US-Präsident Donald Trump verteidigte unterdessen sein Vorgehen in der Coronavirus-Krise in einem hitzigen Schlagabtausch mit Journalisten. Bei der Pressekonferenz zum Coronavirus, die mittlerweile fast täglich stattfindet, wehrte sich Trump am Montagabend (Ortszeit) gegen Vorwürfe, wonach er zu spät reagiert habe. Zunächst legte er ausführlich dar, welche Massnahmen er seit dem Ausbruch ergriffen habe. Anschliessend liess er in einem Video einen Zusammenschnitt von Aussagen zahlreicher Menschen - darunter Gouverneure, Gesundheitsexperten und Journalisten - abspielen, die seine Arbeit in der Krise lobten.

«Wir können Ihnen Hunderte solcher Clips zeigen», sagte Trump. «Es ist sehr traurig, wenn Leute falsche Geschichten schreiben.» Niemand erkenne an, was in den vergangenen Wochen geleistet worden sei. Trump bezog sich direkt auf einen Artikel der «New York Times» vom Wochenende, in dem das zögerliche Handeln des Weissen Hauses dokumentiert worden war.

Journalisten im Raum warfen Trump vor, Regierungsmitarbeiter hätten ein Video im Stil von Trumps Wahlkampfteam produziert. Der TV-Sender CNN fasste die Pressekonferenz mit folgenden Worten zusammen: «Wütender Trump verwandelt Briefing in Propaganda-Sitzung».

Trump greift zahlreiche Medien - insbesondere die «New York Times», die «Washington Post» und den TV-Sender CNN - immer wieder wegen ihrer Berichterstattung über ihn an. Zuletzt hatte die mediale Kritik mit Verweis auf die Dauer - oft mehr als zwei Stunden - und den umstrittenen Nachrichtenwert von Trumps Coronavirus-Briefings zugenommen.