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Politstratege und Ex-Investmentbanker soll Weltbank führen

US-Präsident Donald Trump hat den 62-Jahre alten Ökonom David Malpass als neuen Präsidenten der Weltbank vorgeschlagen. Malpass, bisher als Staatssekretär im Finanzministerium tätig, soll Jim Yong Kim ersetzen.
US-Präsident Donald Trump hat David Malpass als US-Kandidaten für den Weltbank-Chefposten nominiert. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK LENNIHAN)

US-Präsident Donald Trump hat David Malpass als US-Kandidaten für den Weltbank-Chefposten nominiert. (Bild: KEYSTONE/AP/MARK LENNIHAN)

(sda/dpa/afp)

Jim Yong Kim hatte im Januar überraschend sein Amt an der Spitze der Organisation niedergelegt. Das letzte Wort haben die Gremien der Weltbank, der 189 Mitgliedsländer angehören und die vor allem Projekte zur Armutsbekämpfung unterstützt.

Traditionsgemäss stellen die USA den Präsidenten der Weltbank, während die Schwesterorganisation, der Internationale Währungsfonds (IWF), von einem Europäer geführt wird. Derzeit ist dort die Französin Christine Lagarde an der Spitze.

Allerdings hatte es zuletzt laute Rufe nach einer Reform dieser Regelung gegeben. Den US-internen Auswahlprozess habe Finanzminister Steven Mnuchin gemeinsam mit Präsidententochter Ivanka Trump geführt, verlautete aus dem Weissen Haus.

Malpass hatte sich in der Vergangenheit kritisch zu multilateralen Organisationen geäussert. Unter anderem steht er auch China und dessen Infrastrukturinitiative ("Seidenstrassen-Initiative») kritisch gegenüber. In China wird befürchtet, dass Kredite der Weltbank für von Peking dominierte Projekte in Entwicklungsländern künftig weniger gut fliessen.

Weltbank-Kritiker

Malpass hatte die Weltbank 2017 in einem Auftritt vor dem US-Kongress scharf kritisiert. Internationale Institutionen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) gäben «viel Geld» aus und seien aber «nicht sehr effizient», sagte Malpass, der einst auch Wall-Street-Ökonom war. Ihre Kreditvergabepraxis sei «oft korrupt».

Das offizielle Bewerbungsverfahren um den Chefposten der Weltbank beginnt am Donnerstag und dauert bis zum 14. März. Der Verwaltungsrat will den Nachfolger Kims noch vor der gemeinsamen Frühjahrstagung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) küren, die Mitte April in Washington stattfindet. Alle 189 Weltbank-Mitgliedsländer können Vorschläge einreichen.

Kernaufgabe der aus fünf Organisationen bestehenden Weltbankgruppe ist es, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern. Die Weltbank war kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet worden - damals noch um den Wiederaufbau Europas voranzubringen.

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