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US-Präsident Trump trifft Kim Jong Un in Vietnam

Acht Monate nach ihrem ersten Treffen sind US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Mittwoch zu einem neuen Gipfel zusammengekommen. In Vietnams Hauptstadt Hanoi begrüssten sie sich zum Auftakt mit einem langen Handschlag.
US-Präsident Donald Trump, links, trifft den Nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Vietnam. (Bild: Host Broadcast via AP, Hanoi, 27. Februar 2019)

US-Präsident Donald Trump, links, trifft den Nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Vietnam. (Bild: Host Broadcast via AP, Hanoi, 27. Februar 2019)

(sda/dpa)

Acht Monate nach ihrem ersten Treffen sind US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Mittwoch zu einem neuen Gipfel zusammengekommen. In Vietnams Hauptstadt Hanoi schüttelten sie sich zum Auftakt lange die Hände.

Trump und Kim begrüssten sich zunächst angespannt und mit ernster Miene im legendären Hotel «Metropole» der vietnamesischen Hauptstadt vor einer Reihe von jeweils sechs nordkoreanischen und amerikanischen Nationalflaggen. Erst langsam lockerte sich die Atmosphäre.

«Es ist eine Ehre, mit dem Vorsitzenden Kim zu sein. Es ist eine Ehre, zusammen in Vietnam zu sein, wo sie wirklich den roten Teppich ausgerollt haben», sagte Trump. Er stellte Kim wirtschaftliche Entwicklung in Aussicht.

«Ich denke, dass Ihr Land gewaltiges wirtschaftliches Potenzial hat. Unglaublich. Unbegrenzt.»

Der erste Gipfel in Singapur vor acht Monaten sei bereits «ein grosser Erfolg» gewesen, sagte Trump. Er hoffe, dass der Erfolg bei diesem Gipfel nun «gleich oder grösser» als in Singapur werde. Trumps Ziel ist die atomare Abrüstung Nordkoreas.

Auf die Frage, ob bei den Gesprächen in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi das Ende des Korea-Kriegs verkündet werde, sagte Trump: «Wir werden sehen.» Kim zeigte sich bei der Begrüssung zuversichtlich, dass beide Staatsmänner zu einem guten Ergebnis kommen könnten. «Ich werde mein Bestes geben.»

Gemeinsames Nachtessen

Trump und Kim kommen zunächst zu einem 20-minütigen Gespräch unter vier Augen zusammen. Anschliessend ist ein Abendessen in grösseren Kreis mit Beratern und Ministern geplant.

Mit dabei sein werden US-Aussenminister Mike Pompeo und Trumps Stabschef Mick Mulvaney sowie Nordkoreas Aussenminister Ri Yong Ho - ein in den Verhandlungen mit den USA sehr versierter Diplomat - und der Chefunterhändler und berüchtigte Ex-Geheimdienstchef Kim Yong Chol. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte mit Panzerfahrzeugen riegelten das Hotel weiträumig ab.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Hanoi steht die Forderung der USA nach einer vollständigen und überprüfbaren «Denuklearisierung» Nordkoreas - also einer atomaren Abrüstung des Landes. Kim verlangt Zugeständnisse der USA, wie etwa die Lockerung der strengen Sanktionen.

Kein Durchbruch erwartet

Über mögliche Ergebnisse der Gespräche zwischen Trump und Kim wird kräftig spekuliert. Viele erwarten eine Erklärung zum formellen Ende des Korea-Kriegs (1950-53). Auch über eine Schliessung des wichtigen nordkoreanischen Atomkomplexes Yongbyon sowie die Zulassung von Atom-Inspekteuren, die Einrichtung von Verbindungsbüros und die Wiederaufnahme innerkoreanischer Wirtschaftsprojekte wird gemutmasst.

Trotz der bereits in Singapur bekräftigten grundsätzlichen Bereitschaft zur «Denuklearisierung» wird kein Durchbruch zur Beseitigung der nordkoreanischen Atomwaffen und Raketen erwartet. Nordkorea-Experten verweisen immer wieder darauf, dass die Führung in Pjöngjang ihr Atomarsenal als eine Art Lebensversicherung gegen mögliche Angriffe oder Umsturzversuche sieht.

Beide Seiten haben nicht einmal ein gemeinsames Verständnis, was mit «Denuklearisierung» gemeint ist. Auch scheint Nordkorea bislang nicht bereit, eine Liste seiner Atom- und Raketenstätten zur Verfügung zu stellen. «Nordkorea bewegt sich nur so viel, wie sich die USA bewegen», schrieb die in Japan erscheinende pro-nordkoreanische Zeitung «Choson Sinbo», die enge Beziehung zu Pjöngjang pflegt.

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