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Tropensturm «Pabuk» erreicht Thailand – Touristen betroffen 

Mit heftigen Regenfällen und starken Böen hat der Tropensturm «Pabuk» den Süden Thailands erreicht. Das Auge des Sturms zog knapp an den beliebten Urlauberinseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao vorbei.

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Rette sich wer kann vor dem Tropensturm Pabuk an der Südküste Thailands. Die Wellen türmten sich bis fünf Meter hoch. (Bild: KEYSTONE/EPA/STRINGER)
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Von Windkraft gefällte Stromleitung im Süden Thailands nach dem Durchzug des Tropensturms Pabuk. (Bild: KEYSTONE/AP/SAMETH PANPETCH)
Schutzwalle aus Sandsäcken: Bewohner der Küstenregion Songkhla in Thailand bereiteten sich auf Tropensturm «Pabuk» vor. (Bild: KEYSTONE/AP/SUMETH PANPETCH)
Einheimische verbringen die Nacht in einem Notfallzentrum in der Provinz Nakhon Si Thammarat im Süden Thailands. Die Wetterbehörden hatten zuvor vor dem Tropensturm Pabuk gewarnt. (Bild: KEYSTONE/AP/SUMETH PANPETCH)
Touristen versuchen auf dem Flughafen von Ko Samui, dem Tropensturm Pabuk noch rechtzeitig zu entrinnen. (Bild: KEYSTONE/EPA/SITTHIPONG CHAREONJAI)

Rette sich wer kann vor dem Tropensturm Pabuk an der Südküste Thailands. Die Wellen türmten sich bis fünf Meter hoch. (Bild: KEYSTONE/EPA/STRINGER)

(sda/dpa)

Der Sturm traf gegen Freitagmittag (Ortszeit) in der Provinz Nakhon Si Thammarat auf Land, wie die Meteorologiebehörde am Freitag mitteilte. Am Abend schwächte sich der Sturm ab, die starken Regenfälle und heftigen Winde sollten aber zunächst weiter anhalten.

So schlimm wie erwartet, war der Sturm bisher jedoch nicht. Der Schweizer Marc Rogivue, der in Koh Samui lebt, meldet sich in einem Video zu Wort.

Die Behörde hatte zunächst mit dem Schlimmsten gerechnet. Sie hatte gewarnt, «Pabuk» könnte ähnlich zerstörerisch werden wie Tropensturm «Harriet», der 1962 fast tausend Menschen im Land tötete.

Bekannt wurde in Thailand bislang der Tod eines Fischers, ein weiterer Mann wurde am Freitag noch vermisst, wie die Tageszeitung «Khao Sod» berichtete. Der Tropensturm hatte das Boot der beiden vor der Küste der Provinz Pattani im Südosten des Landes zum Kentern gebracht.

Auf Bildern aus den betroffenen Regionen waren umgestürzte Strommasten zu sehen. In Küstengegenden bauten Anwohner Schutzwälle aus Sandsäcken. Vielerorts brachten sie Hab und Gut in Sicherheit.

Kurs auf beliebte Touristenziele

Das Unwetter war am Donnerstag vom Südchinesischen Meer heraufgezogen und hatte die Provinz Nakhon Si Thammarat erreicht, wo der Sturm auf Land traf.

Laut der Meteorologiebehörde bewegte der Sturm er sich am Freitagnachmittag mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 75 Stundenkilometern in Richtung Nordwesten auf die Provinz Surat Thani zu, zu der auch die Ferieninsel Koh Samui gehört.

Am Samstag soll der Sturm auch die beliebten Touristenziele Phuket und Krabi treffen. Auch die Schweizerische Botschaft in Bangkok setzte via Facebook eine Warnung ab:

Alle Schiffe mussten an Land bleiben, drei Regionalflughäfen - Surat Thani, Nakhon Si Thammarat und Koh Samui - wurden bis Samstag geschlossen. Allein auf der für ihre Vollmondpartys bekannten Urlauberinsel Koh Phangan sassen nach Behördenangaben zehntausend Touristen fest.

Die Strände waren leer, rote Fahnen wiesen auf das Badeverbot hin. Nahe der Inselgruppe Koh Raya südlich von Phuket seien wegen der herannahenden Gefahr bereits mehr als 100 Touristen von einem Boot gerettet worden, berichtete «Khao Sod».

In Phuket habe es noch keinen Regen gegeben. «Es gibt keine Panik bei den Touristen. Aber falls irgendetwas passiert, sind wir gut vorbereitet», sagte der Chef des Katastrophenschutzes in Phuket, Prapan Kanprasang.

Sturm ausserhalb Monsunzeit

«Pabuk» ist der erste Tropensturm seit drei Jahrzehnten, der die Region ausserhalb der Monsunzeit heimsucht. Nach Angaben von Meteorologen erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern, die Wellen waren bis zu fünf Meter hoch.

Seit Silvester waren bereits zehntausende Touristen vor «Pabuk» von den Urlaubsinseln geflohen. Dort herrscht zurzeit Hochsaison. Thailands Wirtschaft hängt stark vom Tourismus ab. In diesem Jahr rechnet das südostasiatische Königreich mit einer Rekordzahl von 40 Millionen Besuchern.

Flugbetrieb eingestellt

Alle Flüge von und nach Koh Samui wurden vorsorglich abgesagt, auch wenn der Regen zunächst noch mässig war, wie ein Flughafenmitarbeiter auf dpa-Anfrage sagte. Laut Katastrophenschutz wird die Situation dort noch nicht als Krise eingestuft.

Auch der Flughafen in der Provinz Nakorn Si Thammarart ist seit Donnerstagabend geschlossen. Der Flugverkehr am Airport Flughafen Surat Thani in der gleichnamigen Provinz sollte am Freitag ebenfalls eingestellt werden. Warum, zeigt dieses Video aus Thailand, das auf Twitter geteilt wurde:

Mehr als 6000 Anwohner der Region hätten ihre Häuser vorsorglich verlassen müssen, teilte das Katastrophenschutzministerium mit. Derzeit dürfen keine Schiffe fahren, das Schwimmen im Meer ist bis auf weiteres verboten.