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Swasilands König tauft sein Reich in "eSwatini" um

Der König des afrikanischen Kleinstaats Swasiland hat sein Reich umbenannt: Das Land werde künftig offiziell den Namen "Königreich von eSwatini" tragen, gab König Mswati III. am Donnerstag bekannt.
Mit der Umbenennung des Landes will König Mswati III. letzte Verbindungen zur kolonialen Vergangenheit Swasilands kappen. (Bild: KEYSTONE/EPA TAIWAN PRESIDENTIAL OFFICE/TAIWAN PRESIDENTIAL OFFI)

Mit der Umbenennung des Landes will König Mswati III. letzte Verbindungen zur kolonialen Vergangenheit Swasilands kappen. (Bild: KEYSTONE/EPA TAIWAN PRESIDENTIAL OFFICE/TAIWAN PRESIDENTIAL OFFI)

(sda/afp/reu)

Der König des afrikanischen Kleinstaats Swasiland hat sein Reich umbenannt: Das Land werde künftig offiziell den Namen "Königreich von eSwatini" tragen, gab König Mswati III. am Donnerstag bekannt.

Anlass der Umbenennung war der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Grossbritannien. Mit der Abkehr vom Namen Swasiland solle ein Relikt aus der Kolonialzeit beseitigt werden, sagte der Herrscher.

In der Swasi-Sprache bedeutet "eSwatini" so viel wie "Land der Swasi". Der bisherige Name Swasiland war eine Mischung aus einem englischen und einem Swasi-Bestandteil. "Swasiland wird nun zu seinem ursprünglichen Namen zurückkehren", sagte der König bei den Feierlichkeiten im Stadion von Manzini.

Als weiteren Grund für die Namensänderung gab Mswati III. zudem an: Im Ausland werde "Swasiland" oft verwechselt - und zwar mit "Switzerland", also der Schweiz.

Der Namenswechsel war bereits seit mehreren Jahren diskutiert worden. Möglicherweise wird dafür eine Verfassungsänderung nötig. Ausserdem müssen wichtige staatliche Institutionen umbenannt werden - so etwa die Königliche Polizei von Swasiland, die Swasiland-Streitkräfte und die Universität von Swasiland.

Wird Verfassung geändert?

Der kleine Binnenstaat liegt eingeklemmt zwischen Südafrika und Mosambik. 1968 erhielt er seine Unabhängigkeit von Grossbritannien.

König Mswati III. regiert ohne jegliche Einschränkung, er ist der letzte absolute Monarch Afrikas. Kritiker legen ihm seinen verschwenderischen Lebensstil zur Last, der sich deutlich vom entbehrungsreichen Alltag vieler seiner Untertanen abhebt.

Im südlichen Afrika haben mehrere Staaten nach der Unabhängigkeit ihren Namen gewechselt. Aus Rhodesien wurde Simbabwe, Njassaland wurde zu Malawi, und Betschuanaland heisst nun Botsuana.

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