Südkorea: Nordkorea feuert zwei Projektile ab

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums hat Nordkorea zwei nicht identifizierte Flugkörper aus der Stadt Wosan an der Ostküste Richtung Meer abgefeuert.

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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un beobachtet Militärübungen in seinem Land. Nach Angaben Südkoreas wurden zwei Projektile aus Nordkorea in Richtung Meer abgefeuert. (Foto: KCNA via AP Keystone-SDA)

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un beobachtet Militärübungen in seinem Land. Nach Angaben Südkoreas wurden zwei Projektile aus Nordkorea in Richtung Meer abgefeuert. (Foto: KCNA via AP Keystone-SDA)

KEYSTONE/AP
(sda/reu/dpa/afp)

Nähere Details zur Art der Geschosse gab das Ministerium nicht bekannt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte Ende des vergangenen Jahres angesichts der stockenden Gespräche mit den USA über sein Atomwaffenprogramm die Entwicklung neuer Waffen angedroht.

Die Atomverhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington liegen seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump im Februar vergangenen Jahres auf Eis.

Das international weitgehend isolierte Nordkorea steht wegen seines Atom- und Raketenprogramms unter strikten US- und Uno-Sanktionen. Kim hatte nach seinem Moratorium für Atom- und Raketentests vergeblich auf eine Aufhebung von Sanktionen gehofft.

Nordkorea hatte 2019 zahlreiche Waffentests durchgeführt und dabei auch Mehrfachraketenwerfer verwendet sowie ballistische Raketen gestartet. Solche Raketen befördern je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe ins Ziel. Die südkoreanische Armee prüfte nach eigenen Angaben, ob Nordkorea noch weitere Flugkörper abfeuerte.

Öffentlicher Auftritt trotz Coronavirus

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un überwachte am Freitag Militärübungen - ein seltener öffentlicher Auftritt inmitten der Bemühungen, einen Ausbruch des Coronavirus in dem isolierten Land zu verhindern.

Nordkorea hat bisher keine Fälle des Virus bestätigt, aber staatliche Medien berichten, dass eine einmonatige Quarantänefrist für Menschen mit Symptomen verhängt worden sei und Massnahmen mit «hoher Intensität» ergriffen wurden, einschliesslich verstärkter Kontrollen in Grenzregionen und auf Flug- sowie Seehäfen.