Sprecherin des Weissen Hauses positiv auf Coronavirus getestet

Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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Kayleigh McEnany, Pressesprecherin des Weissen Hauses, kommt zu einem Interview mit Fox News. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Kayleigh McEnany, Pressesprecherin des Weissen Hauses, kommt zu einem Interview mit Fox News. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Keystone/AP/Jacquelyn Martin
(sda/dpa)

Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Montagmorgen in Quarantäne begeben, hiess es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung. Sie sei seit vergangenen Donnerstag jeden Tag «durchgehend» negativ getestet worden. Am Montag habe dann das positive Testergebnis vorgelegen. Sie habe keine Symptome.

Trump hatte seine Corona-Infektion am Freitag kurz nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekannt gegeben, nachdem seine enge Beraterin Hope Hicks positiv getestet worden war. Im Anschluss daran waren auch zahlreiche weitere Ansteckungen im Umfeld des Präsidenten bekannt geworden. Neben Ehefrau Melania Trump wurden unter anderem Trumps Assistent Nicholas Luna sowie Wahlkampfchef Bill Stepien positiv auf das Virus getestet. Zudem haben sich Journalisten mit dem Coronavirus angesteckt.

McEnany war in den vergangenen Tagen weiterhin ihrer Arbeit im Weissen Haus nachgegangen und hatte ausserhalb der Regierungszentrale auch mit Journalisten gesprochen. Auf einem Video von Sonntag war zu sehen, dass sie dabei keine Maske trug. Sie hatte das Tragen einer Maske einmal als «persönliche Entscheidung» bezeichnet und immer wieder darauf verwiesen, regelmässig getestet zu werden. Sie erklärte am Montag, medizinische Experten des Weissen Hauses führten keine Medienvertreter als enge Kontakte auf.

Am Donnerstag hatte McEnany zuletzt eine Pressekonferenz im Weissen Haus vor Reportern gehalten. Dabei trug sie wie üblich keine Maske. Die Vereinigung der Korrespondenten im Weissen Haus hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der Ansteckungsgefahr kurz vor der Präsidentenwahl am 3. November zunehmend besorgt gezeigt und die Journalisten angemahnt, die Sicherheitsvorkehrungen zum eigenen Schutz und zum Schutz der Kollegen zu befolgen.