Sechs junge Portugiesen verklagen 33 Länder wegen des Klimawandels

Sechs Kinder und Jugendliche haben 33 Länder wegen des Klimawandels verklagt. Die Klage sei am Donnerstag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg eingereicht worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Global Legal Action Network (GLAN) mit.

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HANDOUT - Auf dem undatierten und von der Nichtregierungsorganisation Global Legal Action Network(GLAN) zur Verfügung gestellten Bild stehen Martim (l-r), Catarina, Claudia und Mariana an einer Klippe. Foto: GLAN/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Auf dem undatierten und von der Nichtregierungsorganisation Global Legal Action Network(GLAN) zur Verfügung gestellten Bild stehen Martim (l-r), Catarina, Claudia und Mariana an einer Klippe. Foto: GLAN/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Keystone/GLAN/---
(sda/dpa)

Anlass der Aktion der sechs jungen Portugiesen aus Leiria und Lissabon seien die verheerenden Waldbrände von 2017 in ihrem Heimatland, bei denen 110 Menschen ums Leben gekommen seien. Wissenschaftler hätten bestätigt, dass der Klimawandel eine Rolle bei dieser Katastrophe gespielt habe, hiess es.

Die jüngste Klägerin ist erst acht Jahre alt, die älteste 21. Sie haben die Klageschrift mit Hilfe von GLAN erarbeitet. Den EU-Staaten sowie Norwegen, Russland, Grossbritannien, der Türkei, der Schweiz und der Ukraine werfen sie vor, die Klimakrise verschärft und damit die Zukunft ihrer Generationen gefährdet zu haben.

Ziel der laut GLAN «beispiellosen Klage» ist es, dass der EGMR die 33 Länder dazu anhält, ihre nationalen Klimaziele deutlich ambitionierter zu gestalten sowie die von ihnen und ihren international tätigen Konzernen weltweit verursachten Emissionen zu reduzieren.