Schweres Erdbeben erschüttert Süden von Mexiko - sechs Todesopfer

Der Süden von Mexiko ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 lag vor der Pazifikküste des Bundesstaates Oaxaca, 23 Kilometer südlich der Ortschaft Crucecita in einer Tiefe von fünf Kilometern.

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In Mexiko hat ein Erdbeben vielerorts Schäden an Gebäuden angerichtet und einige Todesopfer gefordert.

In Mexiko hat ein Erdbeben vielerorts Schäden an Gebäuden angerichtet und einige Todesopfer gefordert.

KEYSTONE/AP/Luis Alberto Cruz Hernandez
(sda/dpa)

Dies teilte der seismologische Dienst des Landes am Dienstag (Ortszeit) mit. Die betroffene Gegend gehört zur Gemeinde Huatulco und ist ein beliebtes Ferienziel. Auch in Mexiko-Stadt - rund 750 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt - war der Erdstoss zu spüren.

Ausfall des Stromes

Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, alle in Oaxaca, wie die Zivilschutzbehörde des nordamerikanischen Landes mitteilte. Rund 500 Wohnhäuser, 15 Gesundheitszentren, vier Schulen und vier archäologische Ausgrabungsstätten seien beschädigt worden, berichtete der Gouverneur Alejandro Murat am Abend (Ortszeit). Die Behandlung von Covid-19 und anderen Krankheiten gehe in allen Spitälern normal weiter.

Aus der Region wurden grösstenteils leichte Schäden an Gebäuden gemeldet. Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juárez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus. In einer Raffinerie in Salina Cruz gab es nach dem Beben ein Feuer. Der Brand sei aber schnell gelöscht worden, teilte der staatliche Erdölkonzern Pemex mit. Das Unternehmen meldete einen Verletzten - die Zivilschutzbehörde berichtete von einem Pemex-Mitarbeiter unter den Todesopfern.

Aufruf des Präsidenten

In Mexiko-Stadt ertönte der Erdbeben-Alarm vormittags nach Angaben der Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum rund eine Minute, bevor die Erschütterungen zu spüren waren. Zahlreiche Menschen verliessen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Rund 30 Gebäude wurden leicht beschädigt, wie Sheinbaum sagte. Es wurden Risse in Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben gemeldet. Ein Krankenhaus wurde evakuiert. Vielerorts fiel auch in der Hauptstadt der Strom aus.

Auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Puebla und Chiapas war das Beben zu spüren. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen. Der seismologische Dienst meldete mehr als 650 Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,9. Die US-Behörden warnten vor einem möglichen Tsunami an der mexikanischen Küste, hoben die Warnung aber später auf.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.