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Rumänien: Referendum zu Homo-Ehe scheitert an schwacher Beteiligung

Das zweitägige Referendum über eine Verschärfung des Verbots der Homo-Ehe in Rumänien ist wegen einer zu geringen Beteiligung der Bürger gescheitert.
Leere Abstimmungslokale. Nur ein Fünftel der Rumänen stimmte über eine Verschärfung des Verbots der Homo-Ehe ab. Nötig gewesen wäre ein Drittel der Wahlberechtigten. (Bild: KEYSTONE/EPA/ROBERT GHEMENT)

Leere Abstimmungslokale. Nur ein Fünftel der Rumänen stimmte über eine Verschärfung des Verbots der Homo-Ehe ab. Nötig gewesen wäre ein Drittel der Wahlberechtigten. (Bild: KEYSTONE/EPA/ROBERT GHEMENT)

(sda/dpa)

Nur 20,41 Prozent der mehr als 18 Millionen Wahlberechtigten gaben am Samstag und am Sonntag nach Angaben des Zentralen Wahlbüros ihre Stimmen ab.

Für die Gültigkeit der Volksbefragung wäre eine Beteiligung von mindestens 30 Prozent notwendig gewesen. Angaben zum Abstimmungsergebnis wurden am Montag erwartet.

Mann und Frau statt Ehegatten

Die Rumänen waren aufgerufen, darüber abzustimmen, ob das bereits bestehende Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung verankert wird. Derzeit definiert Rumäniens Verfassung die Ehe geschlechtsneutral als Bund zwischen «Ehegatten».

Die religiös motivierten Initiatoren der Volksbefragung wollten erreichen, dass der Begriff «Ehegatten» im Grundgesetz durch «Mann und Frau» ersetzt wird.

Die «Koalition für die Familie» hatte für die Verfassungsänderung fast drei Millionen Unterschriften gesammelt. Sie hat Anhänger in allen politischen Lagern. Kritiker hatten der sozialliberalen Regierung vorgeworfen, mit dieser Abstimmung vom Streit um geplante Strafrechtsänderungen ablenken zu wollen, die korruptionsverdächtigen Politikern zugutekommen würden.

Die «Koalition für die Familie» kritisierte, dass dieser «falsche» Vorwurf jetzt Regierungskritiker von der Teilnahme am Urnengang abgehalten habe.

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