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Rückzug Israels nährt deutsche Hoffnung auf Sitz im Sicherheitsrat

Israel hat seine Bewerbung für einen Sitz im Uno-Sicherheitsrat überraschend zurückgezogen. Damit haben sich die deutschen Chancen auf einen Platz im mächtigsten Uno-Gremium deutlich erhöht.
Das mächtigste Uno-Gremium: Sitzung des Weltsicherheitsrats in New York. (Bild: KEYSTONE/EPA/JASON SZENES)

Das mächtigste Uno-Gremium: Sitzung des Weltsicherheitsrats in New York. (Bild: KEYSTONE/EPA/JASON SZENES)

(sda/dpa)

Israel hat seine Bewerbung für einen Sitz im Uno-Sicherheitsrat überraschend zurückgezogen. Damit haben sich die deutschen Chancen auf einen Platz im mächtigsten Uno-Gremium deutlich erhöht.

Beide Länder hatten sich mit Belgien um zwei der nicht-ständigen Sitze in den Jahren 2019 und 2020 beworben. Mit dem überraschenden Rückzug Israels kandidiert Deutschland nun konkurrenzlos um einen der Sitze, auch die benötigte Zweidrittelmehrheit im Uno-Plenum ist wahrscheinlich.

Israel hatte seine Entscheidung am Freitag nach "Konsultationen mit unseren Partnern, darunter unseren guten Freunden" getroffen, wie es in einer Mitteilung der israelischen Uno-Vertretung hiess. Die Kandidatur werde "aufgeschoben". Israel wolle sich aber weiter vollständig an allen Entscheidungsprozessen innerhalb der 193 Staaten zählenden Weltorganisation beteiligen.

Seit dem Beitritt Deutschlands zu den Vereinten Nationen war die Bundesrepublik sechsmal im mächtigsten Uno-Entscheidungsgremium vertreten, zuletzt war das 2011/12 der Fall. Deutschland ist nach den USA, Japan und China viertgrösster Uno-Beitragszahler, gefolgt von Grossbritannien. Auch bei den Beiträgen zu den weltweiten Friedenseinsätzen steht Deutschland an vierter Stelle.

Dem Weltsicherheitsrat gehören die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie zehn wechselnde Mitglieder an. Das Gremium bildet damit grossteils noch das Machtverhältnis nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Deutschland bemüht sich gemeinsam mit Japan, Indien und Brasilien (sogenannte G4-Gruppe) um einen ständigen Sitz, doch kommen diese wiederholten Versuche um eine grundlegende Reform des Rats seit Jahren nicht voran.

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