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Rapper Asap Rocky auf freiem Fuss - Urteil in zwei Wochen

Nach einem Monat in schwedischer Untersuchungshaft sind der US-Rapper Asap Rocky und die zwei Mitangeklagten am Freitag freigelassen worden. Das berichtete das Schwedische Fernsehen SVT.
Zum Prozess angereist: Renee Black, die Mutter von Asap Rocky, verlässt das Bezirksgericht in Stockholm. (Bild: KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/FREDRIK PERSSON/TT)

Zum Prozess angereist: Renee Black, die Mutter von Asap Rocky, verlässt das Bezirksgericht in Stockholm. (Bild: KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/FREDRIK PERSSON/TT)

(sda/dpa)

Am Ende des dritten Verhandlungstages vor dem Stockholmer Bezirksgericht entschied der Richter, dass die drei Amerikaner bis zur Urteilsverkündung auf freien Fuss gesetzt werden.

Die drei Männer waren der Körperverletzung angeklagt. Sie hatten eingeräumt, Ende Juni im Stockholmer Zentrum einen 19-Jährigen geschlagen und getreten zu haben. Sie gaben an, sich von dem Mann bedroht gefühlt und aus Notwehr gehandelt zu haben.

Der Staatsanwalt fordert bis zu sechs Monate Haft für die Männer. Ihre Verteidiger forderten die sofortige Freilassung. Das Urteil soll am 14. August fallen.

Sie hätten zusammen und im Einvernehmen miteinander das Opfer zusammengeschlagen, sagte der Ankläger in seinem Plädoyer, wie das schwedische Fernsehen SVT in einem Live-Blog berichtete. Asap Rocky, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heisst, solle härter als die anderen beiden bestraft werden.

Der US-Amerikaner hatte zuvor zugegeben, Ende Juni im Stockholmer Zentrum einen 19-Jährigen einige Meter weit geschleudert und anschliessend getreten und geschlagen zu haben. Er habe aus Notwehr gehandelt, hatte er vor Gericht gesagt.

Der Staatsanwalt folgte der Erklärung nicht. Der Wurf sei völlig ausser Kontrolle gewesen. Asap Rocky habe nicht wissen können, welche Folgen das für das Opfer haben würde.

Das Opfer, ein 19-jährige Afghane, hatte mehreren Aussagen zufolge die Gruppe um den Rapper über längere Zeit verfolgt und sich mit dem Leibwächter gestritten. Zwei Frauen, die am Freitag als Zeugen aussagten, bestätigten, dass die US-Amerikaner den 19-Jährigen mehrfach aufforderten, sie in Ruhe zu lassen.

Glasscherben und Flaschen

Doch der Mann habe sich geweigert. Am Ende kam es zu einer Schlägerei, bei der er zu Boden geworfen und von mehreren Schlägen und Tritten getroffen wurde.

Ob bei dem Handgemenge Glasscherben oder Flaschen zum Einsatz kamen, wurde zur entscheidenden Frage in dem Verfahren. Das Opfer hatte ausgesagt, mit Glasscherben verletzt worden zu sein. An seinem Arm befanden sich Schnittwunden.

Zwei Frauen, die bei der Auseinandersetzung anwesend waren, berichteten, dass jemand aus dem Gefolge des Rappers eine Glasflasche in der Hand hatte, sie sahen aber nicht, dass damit geschlagen wurde.

Die drei Angeklagten gaben an, die Flaschen nur aus dem Weg geräumt zu haben, damit die anderen sie nicht nehmen konnten.

Aggressives Opfer

Der Leibwächter, der eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung spielte, war nicht angeklagt, sagte aber schliesslich als Zeuge aus. Auch er beschrieb den 19-Jährigen als aggressiv. Er habe den Eindruck gehabt, dass der junge Mann unter Drogen stand.

Er empfand den Mann als Bedrohung und habe versucht, Asap Rocky vor ihm zu schützen, sagte er. «Er hatte etwas in der Hand. Ich wusste nicht, was es war.»

Als der 19-Jährige wiederholt auf ihn zukam, sei er schliesslich von Asap Rocky gepackt und weggeschleudert worden, erzählte der Leibwächter. Die Angeklagten hätten auf ihn eingeschlagen und - getreten, bis er die Kämpfenden auseinandertrieb. «Rocky wollte mich verteidigen.»

Der Fall hatte ein enormes Medieninteresse geweckt, nachdem sich US-Präsident Donald Trump für die Freilassung des Rappers eingesetzt hatte. Zur Beobachtung des dreitägigen Verfahrens hatte er einen Experten für Geiselnahmen nach Stockholm geschickt.

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