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Pussy-Riot-Mitglied wacht nach angeblicher Vergiftung wieder auf

Das wegen Vergiftungserscheinungen behandelte Mitglied der russischen Polit-Punk-Band Pussy Riot ist nach Angaben aus seinem Umfeld wieder bei Bewusstsein. Pjotr Wersilow liege in Moskau nicht mehr auf der Intensivstation.
Pjotr Wersilow, Mitglied der russischen Protestband Pussy Riot, soll aufgewacht sein. Der Regierungsgegner war am Dienstag mit Seh-, Sprech- und Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht worden. (Bild: KEYSTONE/AP/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

Pjotr Wersilow, Mitglied der russischen Protestband Pussy Riot, soll aufgewacht sein. Der Regierungsgegner war am Dienstag mit Seh-, Sprech- und Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht worden. (Bild: KEYSTONE/AP/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

(sda/afp)

Das sagte seine Freundin Veronika Nikulschina am Freitag dem russischen Portal rtvi.com. Wersilow und drei andere Pussy-Riot-Mitglieder hatten beim WM-Finale Mitte Juli in Moskau Aufsehen erregt, als sie auf das Spielfeld stürmten. Als Polizisten verkleidet, protestierten sie gegen Polizeigewalt in Russland. Sie wurden zu Arreststrafen verurteilt.

Der Regierungsgegner war am Dienstag mit Seh-, Sprech- und Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht worden. Seine Mitstreiter vermuteten eine gezielte Vergiftung. Nach Medienberichten fanden Ärzte in seinem Blut starke Psychopharmaka.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte sich nach der Einlieferung des Mitglieds der Protest-Band Pussy Rio besorgt gezeigt. Die Situation Wersilows, der nach Angaben aus Ottawa die kanadische Staatsbürgerschaft hat, sei «angesichts der Aktionen der Russen im Vereinigten Königreich in den vergangenen Monaten besorgniserregend», hatte Trudeau am Donnerstag offenbar mit Blick auf die Vergiftung des russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in Grossbritannien gesagt.

Die britische Regierung macht den russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Anschlag auf die Skripals verantwortlich und wird in dieser Haltung von ihren wichtigsten westlichen Verbündeten unterstützt.

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