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Polizei in Ägypten tötet nach Anschlag 40 mutmassliche Terroristen

Einen Tag nach einem tödlichen Anschlag auf einen Bus mit vietnamesischen Touristen in Gizeh haben die ägyptischen Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 40 mutmassliche Terroristen getötet.
Der vietnamesische Botschafter in Kairo besucht in einem Spital eine beim Bombenanschlag auf einen Bus in Gizeh verletzte Frau. (Bild: KEYSTONE/AP Vietnam Embassy in Cairo)

Der vietnamesische Botschafter in Kairo besucht in einem Spital eine beim Bombenanschlag auf einen Bus in Gizeh verletzte Frau. (Bild: KEYSTONE/AP Vietnam Embassy in Cairo)

(sda/dpa/reu)

Allein bei Razzien in Gizeh kamen laut Angaben des Innenministeriums 30 Menschen ums Leben. Die Sicherheitskräfte warfen «terroristischen Elementen» dort vor, Anschläge auf staatliche Einrichtungen und die Tourismusbranche zu planen. Bei Razzien wurden Waffen, Munition und Material zum Bombenbau gefunden.

Weitere zehn mutmassliche Aufständische wurden einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Mena zufolge bei einer Schiesserei im Norden der Sinai-Halbinsel getötet. Dort gehen die Sicherheitskräfte gegen Aufständische der Extremistenmiliz Islamischer Staat vor.

Am späten Freitagnachmittag war in Gizeh ein Bus mit 14 vietnamesischen Touristen von einem Sprengsatz getroffen worden. Bei den Todesopfern handelte es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um drei Vietnamesen und ihren ägyptischen Reiseführer. Elf weitere Vietnamesen und der ägyptische Busfahrer wurden verletzt.

Nach Angaben des Reiseveranstalters Saigon Tourist waren die Touristen auf dem Weg zum Abendessen in einem Restaurant, als die Bombe explodierte. Der selbst gebaute Sprengsatz war nach Behördenangaben an einer Mauer im Stadtbezirk Haram unweit des Gizeh-Plateaus mit den Pyramiden versteckt. Es war der erste Anschlag auf Urlauber in Ägypten seit Juli 2017 und ein neuer Rückschlag für die Tourismusbranche in dem nordafrikanischen Land.

Ägypten wiederholt Ziel von Anschlägen

In der Vergangenheit waren in Ägypten wiederholt tödliche Anschläge auf Urlauber verübt worden. Zuletzt hatte im Juli 2017 im Badeort Hurghada ein Mann mit einem Messer zwei deutsche Frauen getötet und vier weitere Menschen verletzt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen handelte es sich bei dem Täter um einen Islamisten.

Wegen der wiederholten Angriffe wurden die Sicherheitsvorkehrungen an Touristenorten in Ägypten verstärkt. Die Vorkehrungen rund um die Pyramiden um Gizeh wurden allerdings wiederholt als nicht ausreichend kritisiert.

Die südlich von Kairo gelegenen Pyramiden von Gizeh sind das einzige der sogenannten sieben Weltwunder, das noch existiert. Sie gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens.

Zuletzt hatte sich der Tourismus in Ägypten erholt. Nach 5,3 Millionen Besuchern im Jahr 2016 kamen 2017 8,2 Millionen Besucher ins Land. Damit ist Ägypten aber noch weit von den fast 15 Millionen Touristen im Jahr 2010 entfernt.

Zu dem Anschlag auf den Touristenbus bekannte sich zunächst niemand. In den vergangenen Jahren verübte vor allem die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) eine Reihe blutiger Angriffe, vor allem auf die christliche Minderheit der Kopten, die etwa zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung ausmacht.

Im Februar hatte die ägyptische Armee nach einem Angriff auf eine Moschee mit mehr als 300 Toten einen Anti-Terror-Einsatz auf dem Sinai gestartet, um die IS-Kämpfer von der Halbinsel im Nordosten Ägyptens zu vertreiben. Seitdem wurden nach Angaben eines Armeesprechers 450 mutmassliche Dschihadisten getötet.

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