Philippinen-Präsident lässt alle konfiszierten Drogen zerstören

Tausende Opfer hat der Anti-Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte schon gefordert. Jetzt ordnete das Staatsoberhaupt die Zerstörung aller beschlagnahmten illegalen Drogen an.

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HANDOUT - Tausende Opfer hat der Anti-Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte schon gefordert. Foto: Albert Alcain/Malacanang Presidential Photographers Division/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Tausende Opfer hat der Anti-Drogenkrieg des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte schon gefordert. Foto: Albert Alcain/Malacanang Presidential Photographers Division/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Keystone/Malacanang Presidential Photographers Division/AP/Alber
(sda/dpa)

So solle ein möglicher Weiterverkauf der Schmuggelware verhindert werden, sagte Dutertes Sprecher Harry Roque am Dienstag. Die Regierung werde nur einen kleinen Anteil als Beweismittel gegen Verdächtige aufbewahren, sie werde sich aber nicht länger mit der Lagerung aller beschlagnahmten Drogen belasten. «Für die Vernichtung der Drogen hat der Präsident eine einwöchige Frist gesetzt», sagte Roque.

Seit Dutertes Amtsübernahme vor rund vier Jahren haben die Behörden in dem südostasiatischen Inselstaat mehr als sieben Tonnen «Shabu» im Wert von 53 Milliarden Philippinischen Pesos (930 Millionen Euro) beschlagnahmt. Shabu ist der lokale Name für Methamphetamin (Crystal Meth), die am häufigsten genutzte Droge auf den Philippinen. Zudem wurden grosse Mengen an Kokain und Marihuana konfisziert.

Duterte hatte bei seiner Wahl 2016 ein hartes Vorgehen gegen Drogenkriminelle angekündigt. Drogenschmugglern drohte er mit dem Tod und ermunterte Strafermittler, Verdächtige besser zu erschiessen, als sich selbst in Lebensgefahr zu bringen. Menschenrechtler haben der Regierung bei ihrem Kampf gegen die Drogenkriminalität schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Tausende mutmassliche Drogenverdächtige sollen bereits systematisch getötet worden sein.