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Paraguayer wählen Nachfolger des konservativen Präsidenten Cartes

Paraguay hat einen neuen Präsidenten gewählt. Die beiden Favoriten gaben sich bei der Stimmabgabe am Sonntag siegessicher. "Ich werde der Präsident der Paraguayer sein", sagte Efraín Alegre von der Mitte-Links-Koalition Ganar (deutsch: Gewinnen).
Präsidentschaftskandidat Efraín Alegre (Mitte) von der Mitte-Links-Koalition Ganar gibt sich siegesgewiss. (Bild: KEYSTONE/AP/MARTA ESCURRA)

Präsidentschaftskandidat Efraín Alegre (Mitte) von der Mitte-Links-Koalition Ganar gibt sich siegesgewiss. (Bild: KEYSTONE/AP/MARTA ESCURRA)

(sda/dpa)

Paraguay hat einen neuen Präsidenten gewählt. Die beiden Favoriten gaben sich bei der Stimmabgabe am Sonntag siegessicher. "Ich werde der Präsident der Paraguayer sein", sagte Efraín Alegre von der Mitte-Links-Koalition Ganar (deutsch: Gewinnen).

Er distanzierte sich von seinem Vizekandidaten Leo Rubín, dem eine Nähe zu Venezuelas autoritärem Präsidenten Nicolás Maduro nachgesagt wird. "Ich werde es sein, der die internationalen Beziehungen bestimmt", sagte Alegre.

Regierungskandidat Mario Abdo Benítez sagte: "Niemand kann mein Engagement für die Demokratie in Zweifel ziehen." Der Bewerber von der mächtigen Colorado-Partei, die das südamerikanische Land seit rund 60 Jahren fast ununterbrochen regiert, ist der Sohn des ehemaligen Privatsekretärs des Diktators Alfredo Stroessner (1954-1989). Er versprach Paraguay einen "Sprung nach vorne".

Der Wahlausgang war völlig unklar. In den Umfragen vor der Wahl lag einmal Abdo leicht vorne, dann wieder Alegre. Beide Kandidaten dürften die liberale Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Horacio Cartes weiterführen, der laut Verfassung nicht noch einmal antreten darf.

Mit nur knapp sieben Millionen Einwohnern und einer Sojaproduktion von mehr als acht Millionen Tonnen, die fast ausschliesslich exportiert wird, hat Paraguay im letzten Jahrzehnt ein anhaltendes Wirtschaftswachstum von durchschnittlich fünf Prozent im Jahr verzeichnet. Paraguay ist der fünftgrösste Soja-Exporteur der Welt. Dennoch leben noch immer mehr als ein Viertel der Menschen in dem südamerikanischen Land in Armut.

Neben dem Staatschef wurden am Sonntag auch die 45 Senatsmitglieder und die 80 Abgeordneten des Parlaments sowie die 17 Gouverneure neu gewählt. Der neue Präsident soll seine fünfjährige Amtszeit am 15. August antreten.

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