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Papst will bei Bischofsernennung in China ein Machtwort sprechen

Wenige Tage nach dem historischen Abkommen zwischen China und dem Vatikan zur Beilegung ihres Streits über die Ernennung von Bischöfen hat Papst Franziskus seine Entscheidungskompetenz betont. Er habe in der Frage das letzte Wort.
Papst Franziskus will bei der Ernennung von Bischöfen in China weiterhin die Entscheidungshoheit behalten. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

Papst Franziskus will bei der Ernennung von Bischöfen in China weiterhin die Entscheidungshoheit behalten. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

(sda/afp)

Dies sagte Franziskus auf dem Rückweg von seinem Besuch in Estland nach Rom. «Es geht nicht allein um Ernennungen. Das ist ein Dialog über mögliche Kandidaten», sagte der Papst. «Aber Rom ernennt. Der Papst ernennt sie. Das ist klar», betonte Franziskus im Flugzeug gegenüber Journalisten.

Ziel der Vereinbarung zwischen dem Vatikan und China sei eine Verbesserung der beiderseitigen Beziehungen nach Jahrzehnten des Konflikts. Dies hatten das chinesische Aussenministerium und der Heilige Stuhl am Samstag in getrennten Erklärungen mitgeteilt. Demnach sollte Franziskus sieben Bischöfe anerkennen, die Peking ohne seine Zustimmung ernannt hatte. Papst Franziskus hoffe, dass mit der Einigung «die Wunden der Vergangenheit geheilt» werden könnten, erklärte der Vatikan.

Ziel sei die «vollständige» Aufnahme aller chinesischen Katholiken in die Abendmahlsgemeinschaft, hiess es in der Erklärung weiter. Das Abkommen schaffe zudem die «Voraussetzungen für eine engere bilaterale Zusammenarbeit».

Repressionen ausgesetzt

Die schätzungsweise zwölf Millionen Katholiken in der Volksrepublik sind derzeit in zwei Lager gespalten: Ein Teil bekennt sich zu der 1957 von der chinesischen Regierung gegründeten Kirche, die vom Vatikan aber nicht anerkannt wird. Diese katholische Staatskirche ernennt Bischöfe ohne Zustimmung des Vatikan. Daneben gibt es noch eine inoffizielle vatikantreue Untergrundkirche, die Repressionen ausgesetzt ist.

Der Papst räumte am Dienstag ein, dass das Abkommen für die Untergrundkirche schwierig sei. «Meine Gedanken sind mit dem Widerstand, den Katholiken, die gelitten haben.» Diese würde weiter «leiden». Bei einem Abkommen gebe es «immer Leiden».

Eine Verbesserung der Beziehungen ist ein erklärtes Ziel von Papst Franziskus. China und der Vatikan unterhalten seit 1951 keine diplomatischen Beziehungen mehr.

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