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Papst-Gesandter sagt vor Chiles Justiz im Missbrauchsskandal aus

Der Papst-Gesandte Charles Scicluna hat in Santiago de Chile vor der Staatsanwaltschaft als Zeuge über Missbrauchsfälle ausgesagt. Der maltesische Erzbischof war eigens zur Aufklärung des Skandals um den ehemaligen Bischof von Osorno, Juan Barros, nach Chile gekommen.
Der Gesandte des Papstes, Erzbischof Charles Scicluna, wurde von der Justiz in Chile zu Missbrauchsfällen befragt. (Bild: KEYSTONE/AP/ESTEBAN FELIX)

Der Gesandte des Papstes, Erzbischof Charles Scicluna, wurde von der Justiz in Chile zu Missbrauchsfällen befragt. (Bild: KEYSTONE/AP/ESTEBAN FELIX)

(sda/dpa)

Scicluna wurde am Dienstag (Ortszeit) über Anzeigen wegen mutmasslicher Sexualverbrechen in Schulen der Orden der Maristen und der Marianisten befragt, erklärte Staatsanwalt Guillermo Adasme. Es werde gegen 25 Verdächtige aufgrund von rund 30 Anzeigen von Opfern ermittelt.

Scicluna war im Auftrag von Papst Franziskus nach Chile gekommen, um Missbrauchsopfer anzuhören und sie im Namen des Pontifex um Entschuldigung zu bitten. Der ehemalige Bischof Barros soll den früheren Pfarrer und Ausbilder Fernando Karadima geschützt haben, dem sexuelle Übergriffe gegen ehemalige Schützlinge vorgeworfen werden. Barros ist einer der drei Bischöfe, deren Rücktrittsgesuche vom Papst bereits angenommen worden sind.

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