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Orang-Utan-Weibchen mit 74 Gewehrkugeln im Leib entdeckt

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist ein schwer verwundetes Orang-Utan-Weibchen mit nicht weniger als 74 Gewehrkugeln im Leib gefunden worden. Das etwa 30 Jahre alte Tier wurde in der Nähe der Stadt Subulussalam in einem Waldgebiet entdeckt.
Auf Sumatra wurde ein durch 74 Gewehrkugeln schwer verwundetes Orang-Utan-Weibchen gefunden, ihr Baby starb. (Bild: Keystone/AP/CHRISTOF STACHE)

Auf Sumatra wurde ein durch 74 Gewehrkugeln schwer verwundetes Orang-Utan-Weibchen gefunden, ihr Baby starb. (Bild: Keystone/AP/CHRISTOF STACHE)

(sda/dpa)

Ausser den Schussverletzungen hat die Orang-Utan-Dame auch noch mehrere gebrochene Knochen und Kratzwunden, wie die örtliche Naturschutzbehörde am Mittwoch mitteilte. In ihrer Nähe lag ein etwa einen Monat altes, sehr abgemagertes Junges, das kurz darauf starb.

Dem Affenweibchen geht es nach Angaben ihrer Retter inzwischen besser - trotz der 74 Kugeln, die beim Röntgen in einem Spital gezählt wurden. Es bekam den Namen «Hope» ("Hoffnung»).

Nach Schätzungen gibt es auf Sumatra und der Nachbarinsel Borneo insgesamt noch etwa 110'000 Orang-Utans. Die Menschenaffen gelten als ernsthaft gefährdet, weil sie durch die Rodung von Urwäldern ihren Lebensraum verlieren. Auch Wilderei ist verbreitet.

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