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Norbert Hofer zum neuen Vorsitzenden der FPÖ in Österreich gewählt

Zwei Wochen vor der Nationalratswahl in Österreich hat die rechte FPÖ Norbert Hofer zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Der 48-Jährige erhielt am Samstag auf dem Parteitag in Graz 98,25 Prozent der Stimmen.
Zwei Wochen vor der Nationalratswahl in Österreich ist Norbert Hofer zum neuen Parteivorsitzenden der rechten FPÖ gewählt worden. Hofer galt bisher als moderates Gesicht der Partei, Kritiker vermuteten in ihm aber auch immer wieder den sogenannten Wolf im Schafspelz. (Bild: KEYSTONE/APA/APA/ERWIN SCHERIAU)

Zwei Wochen vor der Nationalratswahl in Österreich ist Norbert Hofer zum neuen Parteivorsitzenden der rechten FPÖ gewählt worden. Hofer galt bisher als moderates Gesicht der Partei, Kritiker vermuteten in ihm aber auch immer wieder den sogenannten Wolf im Schafspelz. (Bild: KEYSTONE/APA/APA/ERWIN SCHERIAU)

(sda/dpa)

In seiner Rede machte Hofer deutlich, dass er die Partei zur stärksten Kraft in Österreich machen wolle. «Ich trete nicht als Bundesparteiobmann für eine Partei an, die sich auf Dauer mit dem zweiten oder dritten Platz zufriedengibt», sagte Hofer.

Der ehemalige Verkehrsminister übernimmt die Partei damit nun auch offiziell von seinem Vorgänger Heinz-Christian Strache, der nach der Veröffentlichung des «Ibiza-Videos» im Mai als Vizekanzler und FPÖ-Chef zurückgetreten war.

Das Video aus dem Sommer 2017 zeigt Strache im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte über möglicherweise illegale Formen der Einflussnahme. Das Video war letztlich der Auslöser für den Bruch der ÖVP-FPÖ-Regierung, in Österreich wird daher am 29. September ein neues Parlament gewählt.

Strache hatte die FPÖ gut 14 Jahre lang angeführt. Als er die Partei 2005 übernahm, lag sie bei wenigen Prozent Zustimmung. Inzwischen haben die Rechtspopulisten viele Stammwähler und erreichten bei landesweiten Wahlen seit 2008 nie weniger als 17 Prozent.

Hofer galt bisher als moderates Gesicht der Partei, Kritiker vermuteten in ihm aber auch immer wieder den sogenannten Wolf im Schafspelz. 2016 verlor er nur knapp die Bundespräsidentenwahl gegen den derzeitigen Amtsinhaber Alexander Van der Bellen.

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