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Neue Proteste in Chile trotz Regierungsumbildung

In Chile hat es trotz einer umfassenden Regierungsumbildung durch Präsident Sebastián Piñera neue Proteste gegeben. In der Hauptstadt Santiago de Chile lieferten sich am Montag (Ortszeit) hunderte Demonstranten gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.
In Chile gab es am Montag (Ortszeit) erneut vielerorts Ausschreitungen - in der Hauptstadt Santiago geriet sogar ein Einkaufszentrum in Brand. (Bild: KEYSTONE/AP/RODRIGO ABD)

In Chile gab es am Montag (Ortszeit) erneut vielerorts Ausschreitungen - in der Hauptstadt Santiago geriet sogar ein Einkaufszentrum in Brand. (Bild: KEYSTONE/AP/RODRIGO ABD)

(sda/afp)

Dies berichteten Journalisten von vor Ort. Die Sicherheitskräfte gingen nahe des Präsidentenpalastes mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die mit Steinen bewaffneten Demonstranten vor.

Wenige Strassen vom Präsidentenpalast entfernt ging zudem ein Einkaufszentrum in Flammen auf. Das Feuer wurde womöglich durch Brandsätze ausgelöst. Die Feuerwehr eilte mit einem Grossaufgebot zu dem Gebäude.

Der durch Massenproteste unter Druck geratene Piñera hatte am Montag seine Regierung umgebildet und acht der 24 Minister ausgetauscht. Er entliess unter anderem den umstrittenen Innenminister Andrés Chadwick.

Piñera sieht sich seit dem 18. Oktober mit beispiellosen sozialen Protesten konfrontiert. Die Demonstranten fordern seinen Rücktritt und eine grundlegende Änderung der Wirtschaftspolitik, die sie für die sozialen Probleme in dem südamerikanischen Land verantwortlich machen.

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