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Nasa-Roboter «InSight» auf dem Mars gelandet

Der Nasa-Roboter «InSight» ist auf dem Mars gelandet. Nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise setzte der im Mai gestartete Lander «InSight» am Montag in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators auf dem roten Planeten auf.
Der Nasa-Roboter «InSight» ist nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise auf dem Mars gelandet. Mit an Bord ist ein Seismometer, an dem ETH-Forschende massgeblich beteiligt sind. (Illustration) (Bild: KEYSTONE/AP NASA/JPL-Caltech)

Der Nasa-Roboter «InSight» ist nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise auf dem Mars gelandet. Mit an Bord ist ein Seismometer, an dem ETH-Forschende massgeblich beteiligt sind. (Illustration) (Bild: KEYSTONE/AP NASA/JPL-Caltech)

(sda/dpa)

Mit an Bord ist ein Seismometer, an dem ETH-Forschende massgeblich beteiligt sind.

«Landung bestätigt» klang es aus den Lautsprechern im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena - und die allesamt in dunkelrote Hemden gekleideten Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa brachen in Klatschen, Jubel, Umarmungen und Freudentränen aus.

Ob der Roboter voll funktionsfähig ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. Nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre wurde der Roboter mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm in einem äusserst komplizierten Manöver abgesenkt.

«Wunderbarer Tag»

«Was ein wunderbarer Tag für die Nasa», sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde, Jim Bridenstine, der im Kontrollzentrum dabei war. «Es war so intensiv, man konnte die Emotionen fühlen.»

Der 360 Kilogramm schwere «InSight»-Roboter kann nicht rollen, sondern bleibt an einem Ort. Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll der Roboter den Mars untersuchen und vor allem mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen.

Ein in Deutschland entwickeltes Gerät, eine Art Marsmaulwurf, soll sich in den Boden bohren. Die insgesamt rund 650 Millionen Euro teure Mission ist auf zwei Jahre angelegt.

Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover «Curiosity» erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig - nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich.

Radiosignale

Nach der Landung sende der Lander nun Radiosignale, welche verraten, ob das System das Manöver unbeschadet überstanden habe, erklärte Domenico Giardini von der ETH Zürich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Giardini hatte die Landung in Pasadena mitverfolgt. »

Auf der Unterseite befindet sich eine Kamera, mit der wir sehen können, ob 'InSight' tatsächlich richtig steht», sagte er. Dann würden sich die Solarpanele öffnen und weitere Tests beginnen, zum Beispiel ob die Elektronik funktioniert.

Eine Kamera soll die Umgebung ablichten und dem Kontrollteam auf der Erde die Möglichkeit geben, den besten Standort für die Experimente an Bord auszuwählen. Ein Roboterarm soll die Instrumente dann auf dem Marsboden absetzen.

Forschende der ETH beteiligt

Darunter ist auch ein Seismometer, an dem Forschende der ETH massgeblich beteiligt sind. Damit wollen die Wissenschaftler Marsbeben und Meteoriteneinschläge messen, und darüber einige ungeklärte Fragen zum Inneren des roten Planeten klären, wie John Clinton, Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes an der ETH gegenüber der Keystone-SDA sagte.

«Wir haben noch nie solche Messungen auf dem Mars gemacht», betonte Giardini. Erste Resultate könne es im Januar geben. Mit den Daten wollen die Wissenschaftler zum Beispiel mehr über die Grösse des Planetenkerns erfahren, und klären, ob dieser flüssig oder fest ist.

Je mehr Marsbeben oder Meteoriteneinschläge sie aufzeichnen, desto klarer wird das Bild, das sie vom Inneren des Planeten erhalten. «Wenn wir andere Planeten wie den Mars besser verstehen, verstehen wir auch die Erde besser», fasst Giardini das Ziel der Mission zusammen.

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