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Mindestens zwei Tote bei starkem Erdbeben in Japan

Bei einem schweren Erdbeben in Japan sind am Montag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Regierungsangaben wurden bei dem Erdstoss der Stärke 5,3 zudem 20 Menschen verletzt.
Arbeiter checken die Schäden durch ein Erdbeben an einer Strasse. (Bild: KEYSTONE/EPA-EFE/JIJI PRESS)

Arbeiter checken die Schäden durch ein Erdbeben an einer Strasse. (Bild: KEYSTONE/EPA-EFE/JIJI PRESS)

(sda/afp/dpa)

Das Beben erschütterte Japans zweitgrösste Stadt Osaka im morgendlichen Berufsverkehr. Vielerorts wurde der Zugverkehr gestoppt, zehntausende Häuser waren ohne Strom. Die Behörden warnten vor tagelangen schweren Nachbeben.

Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte, bei dem Beben seien ein Kind und ein Mann ums Leben gekommen. Zudem werde noch ein dritter Tote befürchtet.

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei dem Kind um ein neunjähriges Mädchen aus der Stadt Takatsuki nördlich von Osaka. Medienberichten zufolge wurde es von einer eingestürzten Wand in seiner Schule eingeklemmt. Wie der Rundfunksender NHK berichtet, wurde auch der 80 Jahre alte Mann von einer Wand erschlagen. Bei dem befürchteten dritten Todesopfer handelt es sich demnach um einen Mann, der unter seinem Bücherschrank lag.

Laut der US-Erdbebenwarte (USGS) hatte der Erdstoss eine Stärke von 5,3. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Auch die japanische Atomregulierungsbehörde erklärte, nach dem Beben keine Unregelmässigkeiten in ihren Atomkraftwerken festgestellt zu haben.

Grossflächiger Stromausfall

Berichte über grössere Sachschäden in dem dicht besiedelten Gebiet gab es zunächst nicht. Nach Angaben des Unternehmens Kansai Electric waren aber zunächst 170.000 Häuser ohne Strom.

Zudem wurde in einigen Gegenden mitten im Berufsverkehr der Zugverkehr unterbrochen. Betroffen war auch der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen. Der Sender NHK zeigte Bilder von Löscharbeiten an einem brennenden Haus nördlich von Osaka. Strassen wurden überflutet, weil darunterliegende Rohre geborsten waren.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, die Priorität der Regierung bestehe darin, «Menschenleben zu retten». Er habe seine Mitarbeiter angewiesen, «schnell Informationen über Schäden zu sammeln, grösste Bemühungen bei der Rettung von Leben zu unternehmen und die Öffentlichkeit schnell und angemessen zu informieren».

Dem Hauptbeben folgten eine Reihe von Nachbeben. Regierungssprecher Suga warnte die Menschen in der Erdbebenregion vor weiteren «starken Nachbeben» in den kommenden zwei bis drei Tagen. Der Wetterbehörde warnte zudem vor einstürzenden Häusern und Erdrutschen in den betroffenen Gebieten.

Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo es häufig zu Erdbeben kommt. Im März 2011 hatte ein verheerendes Erdbeben der Stärke 9,0 Japan erschüttert und einen zerstörerischen Tsunami ausgelöst. Tausende Menschen kamen ums Leben, im Atomkraftwerk Fukushima ereignete sich als Folge der Naturkatastrophe das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

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