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Mindestens 25 Tote bei Waldbränden in Kalifornien

Bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden hatten die Zahl der Todesopfer am Samstagabend mit 23 angegeben. Am Sonntag wurden dann im Gebiet zwischen Los Angeles und dem Prominentenort Malibu zwei Tote in einem Fahrzeug auf einer privaten Auffahrt gefunden.
Behörden bergen die Überreste eines Brandopfers in der nordkalifornischen Stadt Paradise. (Bild: KEYSTONE/FR34727 AP/NOAH BERGER)

Behörden bergen die Überreste eines Brandopfers in der nordkalifornischen Stadt Paradise. (Bild: KEYSTONE/FR34727 AP/NOAH BERGER)

(sda/afp)

Tausende Gebäude brannten nieder, hunderttausende Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. In Paradise war die Lage besonders dramatisch. Dort gab es allein 19 Tote. Die 27'000 Einwohner zählende Kleinstadt war am Donnerstagmorgen von den sich rasend ausbreitenden Flammen des «Camp Fire» überrascht worden.

In Paradise und seiner Umgebung gingen tausende Gebäude in Flammen auf, darunter ein Spital, eine Tankstelle sowie mehrere Restaurants. Mehr als 52'000 Bewohner der malerischen Gegend erhielten Evakuierungsaufforderungen.

«Der ganze untere Teil von Paradise steht in Flammen», berichtete Kevin Winstead, ein Bewohner des Nachbarorts Magalia, dem Sender KIEM TV. «Kein Haus wird stehen bleiben. Ich bin am Boden zerstört.» Winstead bangte nach eigenen Angaben auch um sein eigenes neues Haus, in das er eigentlich am folgenden Tag einziehen wollte.

Bis zum Samstag hatte der Brand nach Angaben der Feuerwehr mehr als 40'000 Hektar vernichtet und war erst zu 20 Prozent eingedämmt. 3200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, drei wurden verletzt.

Feuerwehrleute löschen Buschbrände in Westhills. Die Brände begannen bereits am 8. November (Bild: EPA/EUGENE GARCIA, 11. November 2018)
Die Feuerwehr versucht einen Hotspot in Malibu zu löschen. Bestärkt durch starke Winde haben die Brände 150 Häuser und riesige Landflächen verwüstet. (Bild: EPA/MIKE NELSON, 8. November 2018)
Wie im Krieg: Der Evakuierte Greg Gibson sucht nach Informationen über seine vermissten Nachbarn. Aufgenommen in der Neighborhood Church in Chico. (Bild: AP Photo/Gillian Flaccus, 13. November 2018).
Die Menschen hängen Anschläge auf, um nach Evakuierten, vermissten Familienmitgliedern oder Freunden zu suchen. Aufgenommen ebenfalls in der Neighborhood Church in Chico (Bild: AP Photo/Gillian Flaccus, 13. November 2018).
Foto aus einem ehemaligem Wohnwagen-Platz in Paradise. Die Rettungskräfte suchen nach Toten. (Bild: AP Photo/John Locher, 14. November 2018)
Eine Froschskulptur bei einem zerstörten Haus in Malibu. (Bild: AP Photo/Reed Saxon, 13. November 2018)
Surfboards in einem zerstörten Volkswagen in der Dume Drive in Malibu. (Bild: AP Photo/Reed Saxon, 13. November 2018)
Ein California Highway Patrol Officer kontrolliert, ob die Dame, die nach Malibu zurück will, auch tatsächlich dort Wohnsitz hat. Der Evakuationsbefehl wurde für den Ostteil der Stadt aufgehoben. (Bild: AP Photo/Reed Saxon/13. November 2018)
Feuerwehrmänner beim Ersticken von Glutherden und mähen von Brandschneisen im Hügelland im westlichen Kalifornien. (Bild: Eugene Garcia, 11. November 2018)
Brandschwarze Bäume und ein vom Rauch verdeckter Himmel. (Bild: Peter Dasilva/EPA (Paradise, 11. November 2018))
Ein Feuerwehrmann überwacht das Hinterland eines vom Feuer verschonten Hauses. (Bild: Eugene Garcia (West Hills, 11. November 2018))
Ausgebrannte Geschäfte im Ortszentrum von Paradise. (Bild: Peter Dasilva/EPA, 11. November 2018))
Ein kalifornischer Feuerwehrmann nach einem Brandbekämpfungseinsatz mit rot verfärbtem feuerhemmenden Mittel. (Bild: Eugene Garcia (West Hills, 11. November 2018))
Ausgebrannter Rasenmäher vor einem ebenfalls total zerstörten Haus im Ortszentrum von Magalia. (Bild: Peter Dasilva/EPA, 11. November 2018))
Feuerwehrmänner bei der Brandbekämpfung im Hügelland im westlichen Kalifornien. (Bild: Eugene Garcia, 11. November 2018)
Ein Feuerwehrmann bei Löscharbeiten im Hügelland im westlichen Kalifornien. (Bild: Eugene Garcia, 11. November 2018)
Feuerwehrmänner bei Löscharbeiten im Hügelland im westlichen Kalifornien. (Bild: Eugene Garcia, 11. November 2018)
Zwei Anwohner beobachten die Rauchwolken der Brände in Malibu. (Bild: Mike Nelson/AP, 9. November 2018))
Satellitenbild der Gegend um die Ortschaft Paradise. (Bild: EPA, 9. November 2018))
Ein Feuerwehrmann im Kampf gegen die Waldbrände. (Bild: John Locher, Maglia, 9. November 2018))
Unzählige Häuser stehen in Flammen. (Bild: Peter Da Silva, Maglia, 9. November 2018))
Die Feuerwehrkräfte sind im Dauereinsatz. (Bild: Ringo H.W. Chiu/AP, 9. November 2018))
Apokalyptische Stimmung in Butte County: Verlassene Autos geflohener Anwohner. (Bild: Peter Dasilva/EPA (9. November 2018))
Die Kraft des Feuers. (Bild: Peter Dasilva/EPA (Butte County, 9. November 2018)
Feuerwehrmann Steve Millosovich bringt Katzen vor dem Feuer in Big Bend in Sicherheit. Der Käfig war offenbar von einem Pick-Up gefallen. (Noah Berger/AP (Big Bend, 9. November 2018))
Eine Anwohnerin in den Ruinen ihres Hauses. Sie blieb auf ihrem Grundstück, um ihre 14 Pferde zu beschützen. Sie überlebten. (Bild: John Locher/AP (Paradise, 9. November 2018)
Die Überreste eines Hauses in Malibu. (Bild: Mike Nelson (Malibu, 9. November 2018))
Besitzer füttern ihre Pferde in der Evakuierungszone am Zuma Beach in Malibu. (Bild: Reed Saxon/AP (Malibu, 9. November))
Ein Stück Kunst ausserhalb eines zerstörten Hauses. (Bild: Rich Pedroncelli/AP (Paradise, 9. November 2018))
Anwohner versuchen ihre Häuser zu retten. (Bild: Reed Saxon/AP (Malibu, 9. November 2018))
Freiwillige ordnen Spenden für Betroffene der Feuersbrunst. (Bild: Adam Davis/EPA (Woodland Hills, 9. November 2018))
Mehrere Waldbrände in Kalifornien haben Tausende Menschen in die Flucht geschlagen. (AP Photo/Noah Berger)
Nach Darstellung der Behörden waren im Bezirk Butte County 15'000 Häuser von den Flammen bedroht. (EPA/PETER DASILVA)
Bilder aus der Kleinstadt Paradise zeigten dicke, schwarze Rauchwolken und brennende Gebäude. Diese Geschäfte laufen dem Inhaber der Autos dann wohl doch zu heiss. (AP Photo/Noah Berger)
In der Stadt Paradise brennt ein Lieferwagen. (AP Photo/Noah Berger)
Patienten müssen in Paradise evakuiert werden. (AP Photo/Noah Berger)
Feuerwehrmänner- und frauen im Einsatz. (AP Photo/Noah Berger)
Flammen fressen sich durch ein Restaurant der Kette "Kentucky Fried Chicken" in Paradise. (AP Photo/Noah Berger)
Die Stadt Paradise ist für die Anwohner zurzeit wohl mehr Hölle als Paradies. (AP Photo/Noah Berger)
Die Behörden meldeten bereits mehrere Tote. (AP Photo/Noah Berger)
Ein Auto in Flammen. (EPA/PETER DASILVA)
Hillery Johnson (rechts) verlor ihr gesamtes Hab und Gut ausser ihr Pferd Augie. (EPA/PETER DASILVA)
Ein Mitarbeiter der Feuerwehr bekämpft die Flammen. (EPA/PETER DASILVA)
Pferde in Paradise. (EPA/PETER DASILVA)
Die Flammen des Waldbrandes im Bell Canyon von oben. (EPA/MIKE NELSON)
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Waldbrände in Kalifornien hinterlassen eine Schneise der Verwüstung

Auch Brände in Südkalifornien

Weitere, für die späte Jahreszeit ungewöhnlich heftige Brände wüteten in Südkalifornien. Die Behörden forderten rund 250'000 Menschen nördlich von Los Angeles sowie im Bezirk Ventura zum Verlassen ihrer Häuser auf.

Von den Zwangsevakuierungen betroffen war auch der westlich von Los Angeles gelegene Badeort Malibu, in dem viele Villen von Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio, Jack Nicholson, Jennifer Aniston, Halle Berry, Charlize Theron oder Brad Pitt stehen. Luftaufnahmen der kalifornischen Feuerwehr zeigten, wie die Flammen über Hügelkämme hinweg auf millionenschwere Anwesen zurasten.

Der mexikanische Regisseur und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro teilte auf Twitter mit, dass sein Museum mit Exponaten aus Horrorfilmen genau auf dem Weg der Flammen liege. Bereits niedergebrannt war die Paramount Ranch, eine Kulisse für Cowboy-Filme und -Shows.

«Das Ausmass der Zerstörung ist unglaublich und herzzerreissend, und wir fühlen mit allen, die davon betroffen sind», sagte der Leiter des kalifornischen Rettungsdienstes, Mark Ghilarducci. Der designierte demokratische Gouverneur Gavin Newsom rief für die Brandgebiete den Notstand aus, um rasche Hilfen zu ermöglichen.

Trump kritisiert Missmanagement

US-Präsident Donald Trump kritisierte den von Demokraten regierten Bundesstaat, der sich immer wieder von seiner Politik distanziert. «Es gibt keinen Grund für diese gewaltigen, tödlichen und teuren Waldbrände ausser dem schlechten Forstmanagement», schrieb Trump am Samstag auf Twitter. «Milliarden von Dollar» würden jedes Jahr ausgegeben, und trotzdem gebe es viele Todesopfer, «und das alles wegen des Missmanagements der Wälder».

Der Präsident drohte gleichzeitig mit dem Entzug von Bundeshilfen: «Bringt das jetzt in Ordnung, oder es gibt keine Zahlungen des Bundes mehr», twitterte er.

Der Chef der kalifornischen Berufsfeuerwehr, Brian Rice, wies die Vorwürfe als «gefährlich falsch» zurück. Trumps Äusserungen seien «erniedrigend» für die Opfer sowie «für die Männer und Frauen, die an den Fronten kämpfen».

Trump mässigte sich später auf Twitter im Ton und schrieb: «Unsere Herzen sind bei denen, die die Flammen bekämpfen» sowie beiden Opfern. Aber am Sonntag mahnte er erneut ein besseres Forstmanagement an.

Unterdessen wuchs die Furcht vor Plünderungen. In Ventura County bei Los Angeles wurden zwei mutmassliche Plünderer festgenommen. Chiefsheriff John Benedict drohte Plünderern mit Festnahmen und Gefängnis.

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