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Mexiko bietet Boliviens Präsident Morales Asyl an

Nach dem Rücktritt des bolivianischen Präsidenten Evo Morales hat Mexiko dem linksgerichteten Politiker Asyl angeboten. Zuvor hatten 20 Regierungsvertreter und Abgeordnete Zuflucht in der mexikanischen Botschaft in Boliviens Hauptstadt La Paz gesucht.
Angebot für Asyl in Mexiko: Boliviens Präsident Evo Morales gab nach Protesten am Sonntag seinen Rücktritt bekannt. (Bild: KEYSTONE/EPA/PETER FOLEY)

Angebot für Asyl in Mexiko: Boliviens Präsident Evo Morales gab nach Protesten am Sonntag seinen Rücktritt bekannt. (Bild: KEYSTONE/EPA/PETER FOLEY)

(sda/afp)

Aussenminister Marcelo Ebrard schrieb am Sonntag auf Twitter, in Übereinstimmung mit seiner «Tradition des Asyls und der Nichteinmischung» habe Mexiko die Politiker aufgenommen und biete auch Morales Asyl an.

Nach landesweiten Protesten wegen mutmasslichen Betrugs bei der Präsidentschaftswahl hatte Morales am Sonntag seinen Rücktritt verkündet, nachdem er auch den Rückhalt der Armee und Polizei verloren hatte. Die Präsidentschaftswahl vom 20. Oktober war hochumstritten, das offizielle Ergebnis wurde von der Opposition wegen Vorwürfen des Wahlbetrugs nicht anerkannt. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte gefordert, die Wahl weitverbreiteter, schwerwiegender Unregelmässigkeiten für ungültig zu erklären.

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