Mehrere Menschen bei Explosion in Haus im Ostallgäu verschüttet

Bei einer Explosion in einem dreistöckigen Wohnhaus im Ostallgäu sind mehrere Bewohner verschüttet worden. Einsatzkräfte konnten am Sonntag zunächst eine Frau schwer verletzt aus den Trümmern des Hauses in Rettenbach am Auerberg bergen.

Drucken
Teilen
Bei einer Explosion in einem dreistöckigen Wohnhaus im Ostallgäu sind mehrere Bewohner verschüttet worden. Einsatzkräfte konnten am Sonntag zunächst eine Frau schwer verletzt aus den Trümmern bergen. Vermisst wurden gegen Mittag noch ein Erwachsener und ein Kind. (Bild: KEYSTONE/AP DPA/KARL-JOSEF HILDENBRAND)

Bei einer Explosion in einem dreistöckigen Wohnhaus im Ostallgäu sind mehrere Bewohner verschüttet worden. Einsatzkräfte konnten am Sonntag zunächst eine Frau schwer verletzt aus den Trümmern bergen. Vermisst wurden gegen Mittag noch ein Erwachsener und ein Kind. (Bild: KEYSTONE/AP DPA/KARL-JOSEF HILDENBRAND)

(sda/afp)

Sieben Menschen - vier Erwachsende und drei Kinder - waren in dem Zweifamilienhaus gemeldet. Doch ein Ehepaar und zwei Kinder waren glücklicherweise nicht zu Hause, die beiden Kinder werden auf einem Spielplatz entdeckt.

Nach etwa zwei Stunden können die Retter eine schwerst verletzte Frau aus dem Bereich des Kellers bergen. Sie hatte mit Geräuschen auf sich aufmerksam gemacht. Die Bewohnerin sagt, dass noch ihr Mann und ein weiteres Kind im Haus gewesen seien.

Rund 340 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Bayerischem Roten Kreuz suchen daraufhin fieberhaft in den Resten des ehemaligen Wohnhauses nach den zwei Menschen. «Wir gehen davon aus, dass der Ehemann und ein Kind noch in dem Trümmerfeld sind», sagt der Polizeisprecher. Ob die beiden Vermissten ebenfalls lebend geborgen werden können, ist zunächst völlig offen.

Auch Nachbargebäude demoliert

Rund um das Haus zeigen sich Spuren der Verwüstung. Auch die Fassade des direkten Nachbargebäudes ist stark demoliert, mindestens ein weiteres Haus ist ebenfalls beschädigt. Die Detonationswelle reichte noch 200 bis 300 Meter weit. 15 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen.

Die Ursache der Explosion ist zunächst völlig unklar. In der Strasse liegen Erdgasleitungen. Doch ob das Gebäude selbst überhaupt an das Gasnetz angeschlossen war, kann zunächst nicht mit Sicherheit geklärt werden. Dennoch gehen die meisten Beobachter schnell von einer Gasexplosion aus. «Das sind alles Vermutungen, nichts ist gesichert», meint Martin.

Zunächst steht ohnehin statt der Ursachenermittlung die Rettung der zwei Bewohner im Vordergrund. Feuerwehrkräfte versuchen, das massive Holzdach von dem Schuttberg zu heben, weitere Helfer warten auf ihren Einsatz. Wegen der anstrengenden Arbeit müssen die Helfer regelmässig ausgetauscht werden, sagt der Pressesprecher.

Neben zahlreichen Feuerwehrleuten sind auch eine Rettungshundestaffel, drei Rettungshelikopter aus Deutschland und Österreich sowie ein Polizeihelikopter vor Ort.