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Mehr als 1000 Verletzte bei Protesten an der Gaza-Israel-Grenze

Bei neuen Protesten von Palästinensern im Gazastreifen sind am Freitag mindestens 1100 Demonstranten verletzt worden, die meisten durch Tränengas. 98 Menschen seien durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden.
Palästinensische Demonstranten im Gazastreifen versuchen sich vor Tränengas der israelischen Armee zu retten. (Bild: KEYSTONE/AP/ADEL HANA)

Palästinensische Demonstranten im Gazastreifen versuchen sich vor Tränengas der israelischen Armee zu retten. (Bild: KEYSTONE/AP/ADEL HANA)

(sda/reu/dpa/afp)

Bei neuen Protesten von Palästinensern im Gazastreifen sind am Freitag mindestens 1100 Demonstranten verletzt worden, die meisten durch Tränengas. 98 Menschen seien durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden.

Das teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mit.

Die israelische Armee sprach von schätzungsweise 10'000 Palästinensern an sechs Orten entlang der befestigten Grenzanlage. Sie würden brennende Reifen in Richtung der Soldaten rollen und Steine werfen. Eine Gruppe habe auch versucht, die Grenze zu überwinden und auf israelisches Gebiet vorzudringen.

Soldaten würden entsprechend der Vorgaben feuern. Die Armee hat mehrfach betont, die an der Grenze positionierten Scharfschützen hätten klare Anweisungen, erst nach mehreren Warnungen zu schiessen und auch dann nur auf die Beine.

Kritik der Uno

Die Uno hatte Israel für eine exzessive Gewaltanwendung im Gazastreifen kritisiert. Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, warnte Israel Ende April, dessen Einsatz könnte das humanitäre Völkerrecht verletzten. Sicherheitskräfte dürften nur im äussersten Notfall tödliche Gewalt anwenden, wenn sie selbst in Lebensgefahr seien oder das Risiko schwerer Verletzungen hoch sei.

"Es ist schwer nachzuvollziehen, warum das Verbrennen von Autoreifen oder Steinewerfen oder auch das Werfen von Molotow-Cocktails aus grosser Distanz in Richtung schwer geschützter Sicherheitskräfte an einer Verteidigungslinie eine solche Bedrohung darstellen soll", hatte das Uno-Hochkommissariat für Menschenrechte erklärt.

Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) haben in den letzten Wochen Hunderte Verwundete im Gazastreifen behandelt. Sie hatten von Patienten mit "ungewöhnlich schweren und ernsten Verletzungen" berichtet. Die meisten Verletzungen würden als Folge davon langfristige körperliche Schäden davontragen.

"Recht auf Rückkehr"

Die seit Wochen anhaltenden Proteste in dem von Israel besetzten Gazastreifen richten sich gegen die Staatsgründung Israels vor 70 Jahren. Die Palästinenser reklamieren ein "Recht auf Rückkehr" auf das Gebiet des heutigen Israel, das durch die Teilung Palästinas auf Beschluss der Uno-Generalversammlung in einen jüdischen und einen arabischen Teil entstand.

Seit dem 30. März tötete die israelische Armee bei den regelmässigen Protesten bereits 49 Palästinenser und verletzte mehrere hundert weitere.

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