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Massenproteste in Belarus - Russland sichert Hilfe im Ernstfall zu

Angesichts der Massenproteste in Belarus hat Russland seinem Nachbarland Beistand im Ernstfall zugesichert. Das teilte der Kreml am Sonntag nach einem Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit seinem belarussischen Kollegen Alexander Lukaschenko mit.

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(sda/dpa)

Darin wird auf einen Vertrag beider Länder verwiesen, in dem auch die «kollektive Sicherheit» geregelt sei. Am Samstag hatte Lukaschenko bereits von militärischer Hilfe aus Moskau für sein Land gesprochen. Staatsmedien waren danach aber wieder zurückgerudert. In einer Mitteilung des Kremls zu dem Telefonat war keine Rede von irgendeiner Hilfe in der jetzigen Situation.

Der belarussische Analyst Artjom Schraibman hielt eine russische Militärintervention zur Unterstützung Lukaschenkos für äusserst unwahrscheinlich. «Russland rettet keine stürzenden Regimes mit Streitkräften», erklärte er in der Nacht zum Sonntag. Möglich sei, dass ein Präsident aus dem Land herausgeholt werde.

In Belarus kommt es seit der umstrittenen Präsidentenwahl vor einer Woche jeden Tag zu Massenprotesten.

Hunderte Anhänger von Präsident Lukaschenko versammeln sich zu einer Kundgebung auf dem Unabhängigkeitsplatz. Dort haben am Samstag mit einer Schweigeminute Tausende Menschen den Demonstranten erinnert, die bei den Protesten in Weissrussland ums Leben gekommen sind. Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Hunderte Anhänger von Präsident Lukaschenko versammeln sich zu einer Kundgebung auf dem Unabhängigkeitsplatz. Dort haben am Samstag mit einer Schweigeminute Tausende Menschen den Demonstranten erinnert, die bei den Protesten in Weissrussland ums Leben gekommen sind. Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Keystone/AP/Sergei Grits