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Landminen an Jesus' mutmasslicher Taufstätte teilweise geräumt

Neun Monate nach Beginn der Minenräumung nahe der mutmasslichen Taufstätte von Jesus haben die Arbeiten «entscheidende» Fortschritte gemacht. Die äthiopischen und griechisch-orthodoxen Klöster sowie eine Kapelle der Franziskaner seien von Landminen befreit.
Die Minenräumung nahe der mutmasslichen Taufstätte von Jesus haben «entscheidende» Fortschritte gemacht. Bis alle Minen auf dem Gelände im besetzten Westjordanland geräumt sind, könnte aber noch bis zu einem Jahr vergehen. (Bild: KEYSTONE/EPA/ABIR SULTAN)

Die Minenräumung nahe der mutmasslichen Taufstätte von Jesus haben «entscheidende» Fortschritte gemacht. Bis alle Minen auf dem Gelände im besetzten Westjordanland geräumt sind, könnte aber noch bis zu einem Jahr vergehen. (Bild: KEYSTONE/EPA/ABIR SULTAN)

(sda/afp)

Dies teilte der Chef der auf Minenräumung spezialisierten NGO Halo Trust, James Cowan, am Sonntag mit. Bis alle Minen auf dem Gelände im besetzten Westjordanland geräumt sind, könnte noch bis zu einem Jahr vergehen.

Das israelische Verteidigungsministerium und Halo Trust hatten im März begonnen, das Gelände von schätzungsweise 2600 Landminen sowie von einer unbekannten Zahl anderer Blindgänger zu befreien. Das Minenräumprojekt soll etwa 20 Millionen Schekel (5,3 Millionen Franken) kosten.

Acht Kirchen betroffen

Die meisten der Anti-Panzer-Minen hatte Israel nach der Eroberung des Westjordanlands 1967 gelegt, um die Grenze zu Jordanien zu markieren. Neben den Minen liegen im Boden zahlreiche nicht explodierte Geschosse, die teilweise auch von jordanischer Seite stammten.

Auf dem hundert Hektar grossen Gelände namens Kasr al-Jahud befinden sich acht Kirchen, in denen damals noch Mönche lebten. Israel schloss die Kirchen schliesslich aus Sorge, jordanische Kämpfer könnten sie als Verstecke nutzen.

Wenn die Arbeiten beendet sind, sollen die Kirchen wieder geöffnet werden. Der Überlieferung nach wurde Jesus einige hundert Meter entfernt am Ufer des Flusses Jordan von Johannes getauft. Der Ort zieht jedes Jahr tausende Pilger aus aller Welt an.

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