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Koreas legen Grundstein für Bahn- und Strassenverbindung

Süd- und Nordkorea haben ein gemeinsames Bahnprojekt mit einer historischen Zeremonie eingeläutet. Zur Veranstaltung in dem nordkoreanischen Grenzort Kaesong reisten am Mittwoch südkoreanische Regierungsbeamte an.
Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon in Seoul auf dem Weg zum Zug nach Nordkorea. (Bild: KEYSTONE/AP Yonhap/JIN SUNG-CHUL)

Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon in Seoul auf dem Weg zum Zug nach Nordkorea. (Bild: KEYSTONE/AP Yonhap/JIN SUNG-CHUL)

(sda/dpa/ap)

Mit dem Anlass für eine weitere Annäherung leiteten Süd- und Nordkorea symbolisch die Wiederherstellung ihrer Eisenbahn- und Strassenverbindungen über die Grenze ein. An der Grundsteinlegungszeremonie am Bahnhof Panmun in der grenznahen nordkoreanischen Stadt Kaesong hätten am Mittwoch zahlreiche Vertreter beider Länder, der Vereinten Nationen und Nachbarstaaten teilgenommen, berichteten südkoreanische TV-Sender und die Nachrichtenagentur Yonhap.

Fernziel Süd- und Nordkoreas ist es, die Verkehrsanbindung an den eurasischen Kontinent und damit die wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen. Dazu muss noch das Streckennetz in Nordkorea modernisiert werden. Ende 2008 hatte Nordkorea die Zugverbindung zum Süden für einen kurzen Streckenabschnitt weniger als ein Jahr nach ihrer Wiederherstellung wieder unterbrochen.

Ausnahme von Sanktionen

Nach den schweren Spannungen im vergangenen Jahr aufgrund zahlreicher Atom- und Raketentests Nordkoreas nähern sich beide Staaten seit Beginn dieses Jahres wieder an.

Damit die Zeremonie jetzt abgehalten werden konnte, war für den Transport von Ausrüstung und die Fahrt eines südkoreanischen Zugs in den Norden eine befristete Ausnahmeregelung des Sanktionskomitees des Uno-Sicherheitsrats für Nordkorea erforderlich. Das Land ist strikten Sanktionen unterworfen. Wann die Arbeiten zur Streckenmodernisierung beginnen, ist bisher noch unklar.

Das ehrgeizige Projekt gehört zu einer Reihe von Gesten des guten Willens, auf die sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und der südkoreanische Präsident Moon Jae In geeinigt haben. Viel mehr als Inspektionen und Feiern dürfte allerdings vorerst nicht möglich sein, da für weitere Schritte die US-geführten Sanktionen gegen Nordkorea aufgehoben werden müssten.

Abrüstungsgespräche stocken

Zwar hatte Kim bei drei Gipfeln mit Moon und seinem historischen Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Juni in Singapur vage Erklärungen ohne Zeitrahmen unterzeichnet, in der er für eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel eintritt. Doch nachfolgende Verhandlungen mit Washington über eine atomare Abrüstung Pjöngjangs sind seitdem ins Stocken geraten.

Streitpunkt sind der genaue Ablauf einer von den USA verlangten völligen Denuklearisierung sowie eine Aufhebung der internationalen Sanktionen, auf der Pjöngjang besteht. Und selbst bei einer Erfüllung der jeweiligen Forderungen dürfte die Modernisierung des nordkoreanischen Eisenbahnnetzwerks aus Sicht einiger Experten Jahrzehnte dauern und massive Investitionen nötig machen.

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