Johnson würde EU-Handelsabkommen à la Kanada-Modell akzeptieren

Der britische Premierminister Boris Johnson würde sich einem Zeitungsbericht zufolge auf ein Handelsabkommen mit der EU einlassen, wie es deren Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier vorgeschlagen habe.

Drucken
Teilen
Der britische Premierminister Boris Johnson hat erste Umrisse eines neuen Handelsabkommen mit der EU skizziert. Es würde sich an die Vereinbarung mit Kanada anlehnen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat erste Umrisse eines neuen Handelsabkommen mit der EU skizziert. Es würde sich an die Vereinbarung mit Kanada anlehnen.

KEYSTONE/AP/KW
(sda/reu)

Es handle sich um das sogenannte Kanada-Modell, berichtet die englische Tageszeitung «Times» unter Berufung auf Inhalte einer Rede, die Johnson am Montag halten wolle. Das Modell basiere auf dem Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada und erlaube einen nahezu zollfreien Warenhandel, umfasse aber auch Grenzkontrollen. Grossbritanniens grosser Dienstleistungssektor würde ausgeklammert.

Die Briten verlassen die EU um Mitternacht. Anschliessend beginnt eine bis Ende des Jahres angesetzte Übergangsphase, in der unter anderem die künftigen Handelsbeziehungen geklärt werden sollen.