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Israels First Lady Sara Netanjahu wegen Betrugsverdachts vor Gericht

Sara Netanjahu, die Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten, steht vor Gericht. Der Prozess gegen die 59-Jährige hat am heutigen Sonntag begonnen. Ihr wird Betrug im Zusammenhang mit Restaurantbesuchen vorgeworfen.
Soll in Luxusrestaurants Essen auf Staatskosten bestellt haben: Israels First Sara Netanyahu am Sonntag im Gerichtssaal in Jerusalem. (Bild: KEYSTONE/AP Yedioth Ahronoth POOL/AMIT SHABI)

Soll in Luxusrestaurants Essen auf Staatskosten bestellt haben: Israels First Sara Netanyahu am Sonntag im Gerichtssaal in Jerusalem. (Bild: KEYSTONE/AP Yedioth Ahronoth POOL/AMIT SHABI)

(sda/dpa)

Sara Netanjahu soll zwischen 2010 und 2013 mit einem Mitarbeiter in Edelrestaurants Essen im Wert von umgerechnet 83'000 Euro bestellt haben. Das Geld dafür soll sie vom Büro des Ministerpräsidenten erhalten haben. Gleichzeitig seien Köche in der Residenz des Regierungschefs beschäftigt gewesen. Netanjahu und der Mitarbeiter hätten dies allerdings verschleiert, hiess es in einer Gerichtsmitteilung. Der ebenfalls angeklagte Mitarbeiter sei auch für die Verwaltung der Residenz zuständig gewesen.

«Wegen Reisnudeln angeklagt»

Sara Netanjahu hat immer wieder ihre Unschuld beteuert. Ihre Anwälte teilten am Sonntag vor Prozessbeginn vor dem Bezirksgericht in Jerusalem mit: «Zum ersten Mal in der Geschichte wird die Ehefrau eines Regierungschefs wegen Reisnudeln und Essen zum Mitnehmen von vor sechs bis sieben Jahren angeklagt.»

Die Mahlzeiten seien von einem anderen Mitarbeiter, dem ehemaligen Hausmeister und heutigen Kronzeugen Meni Naftali, «gegen den Willen von Sara Netanjahu bestellt» worden. Chefköche seien nur bei offiziellen Anlässen und nicht für Privatmahlzeiten im Amt des Ministerpräsidenten beschäftigt worden.

Israels Staatskontrolleur hatte bereits Anfang 2015 einen äusserst kritischen Bericht über die hohen Ausgaben im Haushalt des Regierungschefs veröffentlicht. Die Polizei hat auch gegen Regierungschef Netanjahu eine Anklage wegen Korruption empfohlen.

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