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"InSight"-Lander der Nasa zum Mars gestartet

Ein Lander der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist auf dem Weg zum Mars. Der Start von "InSight" an Bord einer "Atlas"-Rakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien wurde am Samstag live von der Nasa übertragen. Ende November soll "InSight" auf dem Mars landen.
Die "Atlas"-Trägerrakete vor dem Start zum Mars auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. (Bild: KEYSTONE/AP NASA/NASA/BILL INGALLS)

Die "Atlas"-Trägerrakete vor dem Start zum Mars auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. (Bild: KEYSTONE/AP NASA/NASA/BILL INGALLS)

(sda/dpa)

Ein Lander der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist auf dem Weg zum Mars. Der Start von "InSight" an Bord einer "Atlas"-Rakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien wurde am Samstag live von der Nasa übertragen. Ende November soll "InSight" auf dem Mars landen.

Die rund 650 Millionen Euro teure Mission, die erste von der Westküste der USA aus zu einem anderen Planeten, ist auf zwei Jahre angelegt. Wegen eines undichten Forschungsinstruments hatte der Start schon einmal um zwei Jahre verschoben werden müssen.

"InSight" (Abkürzung für "Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") soll unter anderem den Wärmefluss des Planeten untersuchen und Erdbeben messen. Die Nasa-Forscher versprechen sich von der Mission, an der auch die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt beteiligt ist, nicht nur neue Erkenntnisse über den Mars, sondern auch über die Entstehung der Erde.

Anders als beispielsweise der Rover "Curiosity" kann "InSight" nicht rollen, sondern bleibt stationär an einem Ort und soll mit wissenschaftlichen Instrumenten die Vitalfunktionen des Planeten vermessen.

Seismologen der ETH Zürich beteiligt

Eine Schlüsselrolle bei der InSight-Mission spielen die Seismologen der ETH Zürich. Sie haben etwa die hochempfindliche Elektronik zum Seismometer beigesteuert, das mehrere europäische Forschungsanstalten unter der Leitung der französischen Raumfahrtagentur CNES zusammen entwickelt und gebaut haben. Beteiligt war zudem das Elektronikunternehmen Syderal aus Gals im Kanton Bern.

Die Erdbebenforscher der ETH werden auch als Erste einen Blick auf die Daten werfen, die InSight bereits einige Wochen nach seiner Landung auf der Marsoberfläche senden wird. Anhand der Erschütterungen, die ihr Instrument auf dem Mars misst, wollen die Forscher die innere Struktur des Planeten ergründen.

Ein weiteres Vorhaben ist die Messung der Temperatur, also des Wärmeflusses. Dafür hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Messgerät entwickelt, das bis zu fünf Meter unter die Oberfläche des Planeten vordringen kann.

Die kleine Raumsonde des DLR soll sich automatisch fünf Meter tief in den Marsboden hämmern und in unterschiedlichen Tiefen die Temperatur und die Wärmeleitfähigkeit messen.

"Die InSight Mission erfüllt einen lang gehegten Wunsch der Planetenforscher: ein geophysikalisches Observatorium auf einem erdähnlichen Planeten", erklärte Tilman Spohn vom DLR in einer Mitteilung. "Der Mars ist als Ziel ideal: er ist gut zu erreichen und ein ideales Vergleichsobjekt zur Erde."

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