Hunderttausende in Indien von Hilfe abgeschnitten

Nach dem Tropensturm über Ostindien sind Hunderttausende Menschen in der betroffenen Region obdachlos. Mehr als 60'000 Rettungskräfte versuchten am Wochenende, Hilfesuchende mit Nahrung und Medikamenten zu versorgen, wie die Behörden mitteilten.

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Eine Frau kocht in den Ruinen ihres zerstörten Hauses in einem Fischerdorf in Puri. (Bild: KEYSTONE/AP)

Eine Frau kocht in den Ruinen ihres zerstörten Hauses in einem Fischerdorf in Puri. (Bild: KEYSTONE/AP)

(sda/reu)

Allerdings konnten Hunderttausende von Menschen nicht erreicht werden, weil Strassen blockiert und Telefonnetze unterbrochen waren. Der Wirbelsturm «Fani» war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den indischen Bundesstaat Odisha gefegt. Dabei kamen mindestens 33 Menschen ums Leben.

Allein in der Küstenstadt Puri, die unmittelbar in der Einfallschneise des Zyklons lag, starben 21 Menschen und rund wurden 300 verletzt. Der Sturm riss Blechdächer von den Häusern und zerstörte Energie- und Telefonleitungen. Nach Auskunft der Behörden wären wohl noch viel mehr Menschen gestorben, wären nicht Tage zuvor etwa eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden.

«Fani» schwächte sich auf seinem weiteren Weg zwar ab. Aber auch in Bangladesch, wo der Sturm anschliessend hinzog, kamen trotz Massenevakuierung Menschen ums Leben. Nach Auskunft der dortigen Behörden wurden mindestens fünf Personen getötet und 63 weitere verletzt. Mehr als 1000 Häuser wurden beschädigt.