Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Hunderttausende afghanische Flüchtlinge können in Pakistan bleiben

Pakistan hat das Bleiberecht für Hunderttausende afghanische Flüchtlinge erneut verlängert. Die Aufenthaltserlaubnis für Flüchtlinge im Land werde für mehrere Monate ausgedehnt, sagte ein Vertreter des Ministeriums für Staaten und Grenzregionen am Freitag.
Der afghanische Präsident Aschraf Ghani und der Pakistanische Ministerpräsident Imran Khan wollen gemeinsam in die Zukunft schauen. (Bild: KEYSTONE/AP Press Information Department)

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani und der Pakistanische Ministerpräsident Imran Khan wollen gemeinsam in die Zukunft schauen. (Bild: KEYSTONE/AP Press Information Department)

(sda/dpa)

Die Verlängerung wurde während eines Staatsbesuchs des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani in Pakistan bekanntgegeben. Ghani und der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan sagten, sie wollten nach Jahren des Misstrauens und gegenseitiger Vorwürfe ein neues Kapitel aufschlagen.

Pakistan hat seit den 1980er Jahren Millionen Kriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland beherbergt. Im Land leben heute rund 1,4 Millionen als Flüchtlinge registrierte Afghanen. Ihre Aufenthaltserlaubnis wurde laut dem Ministeriumsvertreter bis Ende Juni 2020 verlängert. Die weiteren rund 800'000 Afghanen ohne amtliche Dokumente dürften bis Ende Oktober bleiben.

«Vergangenheit überwinden - Geschichte schreiben»

Am Donnerstag war Ghani mit 21 Salutschüssen und einer Ehrengarde in Pakistan empfangen worden. Khan und Ghani seien sich einig gewesen, man müsse eine zukunftsorientierte Vision der Beziehungen entwickeln, erklärte Khans Büro nach ihrem Treffen.

Ghani sagte in Islamabad, die Länder könnten «Geschichte schreiben, wenn wir die Vergangenheit überwinden». Die Länder warfen sich immer wieder vor, Militante zu unterstützen, die Angriffe im jeweils anderen Land durchführten.

Ghanis Besuch kommt zu einer Zeit, in der die Bemühungen um eine politische Lösung des langjährigen Afghanistankonflikts verstärkt werden. Die USA sprechen seit Juli des Vorjahres mit Vertretern der Taliban über Wege zum Frieden. Die nächste USA-Taliban-Gesprächsrunde beginnt am Samstag im Golfemirat Katar.

Pakistan wird immer wieder grosser Einfluss auf die Taliban nachgesagt. Laut pakistanischen Regierungsbeamten hat Islamabad im Gegenzug für seine Unterstützung für Friedensgespräche von den USA Hilfen für die Rückübersiedlung der afghanischen Flüchtlinge verlangt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.