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Hunderte Vermisste nach Dammbruch in Eisenerzmine in Brasilien

Nach einem Dammbruch in Brasilien gelten Hunderte Menschen als vermisst. Eine Schlammlawine erreichte Teile einer Eisenerzmine und ein Wohngebiet. Es ist nicht der erste Unfall an einem Damm der Region. Erinnerungen an die «Tragödie von Mariana» kommen hoch.
Luftaufnahme einer zerstörten Brücke nach dem Dammbruch in der Bergbauregion Minas Gerais. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Bewohner betrachten die Folgen der Schlammlawine in Brumadinho. (Bild: EPA/Yuri Edmundo)
Eine verschüttete Strasse aus der Luft in Brumadinho. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Die Schlammmassen bedecken weite Teile der Region. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Ein mitgerissenes Auto in Brumadinho. (Bild: EPA/Yuri Edmundo)
Ein Mann beobachtet den Fluss Paraopeda. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Einheimische trauern um ihre Angehörigen, es werden über 300 Personen vermisst. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Darcy Brum betrachtet die Schäden im Haus seines Vaters in Brumadinho. (Bild: AP Photo/Leo Correa)
Helfer suchen in der Schlammlawine nach den Vermissten. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Die Suche nach den Vermissten gestaltet sich äusserst schwierig. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Luftaufnahme der zerstörten Brücke in Brumadinho. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Ganze Landstriche wurden von der Schlammlawine weggerissen. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Die Schlammlawine bahnt sich ihren Weg durch die Landschaft von Minas Gerais. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Sie richtet massive Schäden an. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro schaut sich die Schäden aus der Luft an. (Bild: Isac Nobrega/AP)
Überblick der Zerstörung in der Region Minas Gerais. (Bild: EPA/Antonio Lacerda)
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Hunderte Vermisste nach Dammbruch in Eisenerzmine in Brasilien

(sda/dpa)

Nach dem Bruch eines Staudamms im Süden Brasiliens galten am Freitag laut Medienangaben mindestens rund 200 Menschen als vermisst. Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine habe es in der Gemeinde Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais eine Schlammlawine gegeben, berichtete die Zeitung «O Globo» unter Berufung auf die Feuerwehr vor Ort. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Fotos zeigten eine braune Schlammflut, die auch die Wohngegend Vila Forteco erreichte. Menschen mussten mit Helikoptern gerettet werden. Wie gross das überflutete Gebiet war, war zunächst nicht klar. Videos zeigten Personen beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Umweltminister sei auf dem Weg in das Gebiet, schrieb Präsident Jair Bolsonaro auf Twitter. Auch die drei Minister für Zivilschutz, Entwicklung und Bergbau seien unterwegs. Nach Angaben von «O Globo» rief die Regierung ein Krisenkabinett ein.

Viele vermisste Angestellte

Die Nationale Wasseragentur koordiniere Massnahmen, um die Versorgung der Städte sicherzustellen, die Wasser aus dem nahe gelegenen Paraopeba-Fluss gewinnen, der ebenfalls von der Schlammlawine getroffen wurde, sagte Brasiliens Präsident Bolsonaro in einer Rede weiter. Er werde die Region überfliegen, um den Schaden zu sehen, sagte Bolsonaro. Es würde alles Mögliche getan, um eine Verschmutzung der Umwelt einzudämmen und den Angehörigen möglicher Opfer zu helfen, so Bolsonaro.

Der brasilianische Konzern Vale, dem die Eisenerzmine gehört, bestätigte auf Twitter, dass die Schlammlawine auch Verwaltungsgebäude getroffen hatte. Der Präsident des Konzerns Vale sagte der brasilianischen Presseagentur Agencia Brasil, von den rund 300 Arbeitern in der Mine seien nur etwa 100 nach dem Dammbruch auffindbar gewesen. Wie es genau zu dem Unfall kam, könne noch nicht erklärt werden, so Vale-Präsident Fábio Schvartsman.

Bei den Bewohnern des Bundesstaats Minas Gerais weckte der Dammbruch böse Erinnerungen. Im Jahr 2015 gab es dort ein ähnliches Unglück. Bei der «Tragödie von Mariana» kam es in einem Eisenerzbergwerk zu einem Dammbruch an einem Rückhaltebecken. 19 Menschen starben. Schlamm mit Giftstoffen flutete angrenzende Ortschaften und kontaminierte den Fluss Rio Doce ("Süsser Fluss») auf 650 Kilometern Länge.

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