Glockentest in Madrid: Tausende feiern einen Tag zu früh Silvester

Der kuriose Glocken-Testlauf hat in Spanien mittlerweile schon Tradition: Auf Madrids berühmter Puerta del Sol haben am Montagabend wieder Tausende Menschen einen Tag zu früh das neue Jahr eingeläutet.

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Der Jahreswechsel wird von dort live im Fernsehens ins ganze Land übertragen: Das Uhrwerk der Turmuhr auf dem Platz Puerta del Sol in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Der Jahreswechsel wird von dort live im Fernsehens ins ganze Land übertragen: Das Uhrwerk der Turmuhr auf dem Platz Puerta del Sol in der spanischen Hauptstadt Madrid.

KEYSTONE/EPA/EMILIO NARANJO
(sda/dpa)

Bei der um 24 Stunden vorgezogenen Sause testet die Stadtverwaltung traditionell die Glocken an der Turmuhr auf dem Platz, um sicherzugehen, dass diese dann am Silvesterabend richtig funktionieren - schliesslich wird der Jahreswechsel von dort live im Fernsehen ins ganze Land übertragen. Die historische Uhr wurde am 19. November 1866 von Königin Isabella II. (1830-1904) eingeweiht.

Bei der «Generalprobe» feierten Spanier und Touristen fast genauso ausgelassen wie bei der eigentlichen Neujahrsparty, samt Silvesterhütchen und 2020-Brillen. Viele folgten dabei auch einer Tradition, die eigentlich ebenfalls erst am 31. Dezember ansteht: Bei jedem der zwölf Glockenschläge wird in Spanien eine Weintraube verspeist - das soll Glück für das neue Jahr bringen. Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz, um den Platz zu bewachen und die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten.