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Maduro stoppt Hilfsgüter mit Gewalt - USA fordern freien Zugang für humanitäre Hilfe für Venezuela

Im Kampf um die Macht in Venezuela haben sich die Spannungen an den Grenzen des verarmten Krisenstaats verschärft. Präsident Nicolás Maduro reagierte mit dem Abbruch aller diplomatischer Beziehungen zu Kolumbien.
Ein ausgebrannter Lastwagen auf der Francisco de Paula Santander-Brücke in Cucutá in Kolumbien. (Bild: KEYSTONE/AP/FERNANDO VERGARA)
Die Sicherheitskräfte Venezuelas feuern in Ureña an der Grenz zu Kolumbien mit Tränengas und Gummigeschossen auf die Demonstranten. (Bild: KEYSTONE/AP/FERNANDO LLANO)
Anhänger des selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó begleiten in Kolumbien einen Hilfskonvoi für ihr Land. (Bild: KEYSTONE/AP/FERNANDO VERGARA)
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Gespannte Lage an Grenzen Venezuelas vor Ankunft von Hilfsgütern

(sda/dpa/afp)

Venezuelas autoritärer Präsident Maduro hat sein Land hermetisch gegen jede humanitäre Hilfe für die hungernde Bevölkerung abgeriegelt. Kriegsschiffe in der Karibik gegen Schiffe mit Essen, Soldaten an den Landgrenzen gegen Lastwagen mit Medizin und Nahrung.

Scharfe Waffen gegen Lebensmittel und Medizin: Venezuelas umstrittener Präsident Nicolás Maduro hat sein Land in eine Festung verwandelt und lässt keine humanitäre Hilfe für seine Bevölkerung ins Land. Mehrere Menschen sterben an den Grenzen, hunderte werden bei Zusammenstössen verletzt. US-Aussenminister Mike Pompeo spricht von einem «kranken Tyrannen» und droht Massnahmen gegen Gegner der Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela an.

USA verurteilen Gewalt von «Maduros Schlägern»

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó kündigte am Samstagabend (Ortszeit) an, er werde am Montag mit US-Vizepräsident Mike Pence und den lateinamerikanischen Aussenministern der sogenannten Lima-Gruppe in Bogota zusammenkommen, um nächste Schritte zu besprechen.

Pompeo verurteilte die Gewalt von «Maduros Schlägern» gegen die Zivilbevölkerung Venezuelas. Nunmehr sei die Zeit gekommen, die verzweifelten Menschen in Venezuela zu unterstützen, kündigte er auf Twitter an. «Was für ein kranker Tyrann stoppt Nahrung für hungrige Menschen?», schrieb er weiter.

Das US-Aussenministerium forderte freien Zugang für humanitäre Hilfe für Venezuela und kritisierte das Verhalten Maduros, der «kriminelle Banden» an die Grenzen schicke, um die Konvois mit Hilfsgütern zu stoppen. «Morgen ist ein neuer Tag», heisst es in einer am späten Samstagabend veröffentlichten Mitteilung des State Department. Dies sei eine Gelegeheit für die Streitkräfte Venezuelas, «das Richtige zu tun».

Hilfsgüter werden gestoppt

Die von Guaidó mit Unterstützung von Kolumbien, Brasilien, Chile und den USA für Venezuela bereitgestellte humanitäre Hilfe wurde am Samstag an verschiedenen Grenzpunkten von Sicherheitskräften Maduros gestoppt. Sowohl an der Grenze zu Kolumbien sowie an der zu Brasilien kam es zu schweren Zwischenfällen mit mindestens drei Toten und rund 300 Verletzten.

Auf einer der Grenzbrücken zu Kolumbien wurden vier Lastwagen von venezolanischen Sicherheitskräften mit Tränengas und Gummigeschossen zum Stehen gebracht, nachdem sie eine erste Barriere durchbrochen hatten. Zwei der Lastwagen gerieten in Brand, wie der Sender Radio Caracol berichtete. Die Lastwagen mit Lebensmitteln und Medikamenten wurden vorläufig von den Grenzübergängen zurückgezogen. Ein aus Puerto Rico kommendes Schiff mit Hilfsgütern wurde in der Karibik von venezolanischen Kriegsschiffen unter Androhung von Waffeneinsatz abgewiesen.

Abgebrochene Beziehungen zu Kolumbien

Venezuela hat in der Krise um die Einfuhr von Hilfsgütern die diplomatischen Beziehungen zum Nachbarland Kolumbien abgebrochen. «Wir können nicht weiter tolerieren, dass sich kolumbianisches Gebiet für eine Aggression gegen Venezuela hergibt», sagte Maduro bei einer Massenkundgebung seiner Anhänger in Caracas. Alle kolumbianischen Diplomaten und Konsularbeamten sollten binnen 24 Stunden das Land verlassen.

Kolumbiens Aussenminister Carlos Holmes Trujillo kritisierte die Ankündigung Maduros und bekräftigte, seine Regierung erkenne dessen Gegenspieler Juan Guaidó als Präsidenten Venezuelas an. Zum Schutz der kolumbianischen Diplomaten habe er jedoch deren Rückreise nach Kolumbien angeordnet.

Maduro bezeichnete den selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó als «Clown, Hampelmann, Marionette des US-Imperialismus». Maduro erklärte sich zum Sieger in dem Tauziehen um die Hilfsgüter. «Der Staatsstreich (der Opposition) ist gescheitert», sagte er. Nach Ansicht Maduros hat die Hilfsgüteraktion seines Kontrahenten Guaidó das Ziel, eine militärische Intervention und den Sturz der Regierung einzuleiten. In Venezuela herrscht ein schwerer Notstand in der Lebensmittel- und Medikamentenzulieferung.

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