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Gesandte von Guaidó übernehmen diplomatische Niederlassungen in USA

Im Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela will der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó die Botschaften und Konsulate im Ausland unter seine Kontrolle bringen. Das US-Aussenministerium begrüsste das Vorgehen.
Will die Botschaften im Ausland unter seine Kontrolle bringen: Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó. (Bild: KEYSTONE/AP/NATACHA PISARENKO)

Will die Botschaften im Ausland unter seine Kontrolle bringen: Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó. (Bild: KEYSTONE/AP/NATACHA PISARENKO)

(sda/dpa)

Am Montag übernahmen Vertraute des Oppositionsführers zwei Niederlassungen des Militärattachés in der US-Hauptstadt Washington und das Konsulat in New York. «Das ist Teil unserer Kampagne zum Schutz der Vermögenswerte der Republik», sagte der von Guaidó ernannte Botschafter in den USA, Carlos Vecchio.

Der venezolanische Aussenminister Jorge Arreaza forderte die US-Regierung dazu auf, die aus seiner Sicht illegale Besetzung der diplomatischen Niederlassungen zu unterbinden. «Sollte die US-Regierung ihre internationale Verpflichtungen weiterhin nicht erfüllen, behält sich die venezolanische Regierung ähnliche Schritte im venezolanischen Staatsgebiet vor», hiess es in einer Mitteilung.

In Costa Rica reichte die Maduro-Regierung bei der Generalstaatsanwaltschaft eine Anzeige wegen rechtswidriger Machtübernahme des Botschaftsgebäudes gegen die von Guaidó eingesetzte Botschafterin María Faría ein, wie lokale Medien berichteten. Faría hatte Ende Februar das Gebäude in San José mit einer Delegation übernommen. Sie gab die Schlüssel nach Kritik der costa-ricanischen Regierung allerdings wieder zurück.

Ein Sprecher des US-Aussenministeriums bestätigte, dass die US-Regierung das Vorgehen von Guaidós Gesandten unterstütze. «Dies ist eine begrüssenswerte Entwicklung für unsere bilateralen Beziehungen mit Venezuela», sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Von rund 50 Staaten unterstützt

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro brach die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten ab, nachdem sich das Weisse Haus hinter seinen Widersacher Guaidó gestellt hatte. Beide Länder zogen ihr diplomatisches Personal daraufhin ab. Der venezolanische Militärattaché in Washington, Oberst José Silva Silva, war einer der ersten Militärs, die Guaidós Gegenregierung unterstützten.

Guaidó hatte sich im Januar zum Übergangspräsidenten Venezuelas erklärt und den seit 2013 herrschenden Maduro offen herausgefordert. Er wird in seinem Versuch, Maduro zu entmachten, von den USA sowie rund 50 weiteren Staaten weltweit unterstützt.

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