Gates: Corona hat Fortschritte bei Armutsbekämpfung zunichte gemacht

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Microsoft-Gründer Bill Gates zahlreiche in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut und Krankheiten zunichte gemacht.

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ARCHIV - Fortschritte bei der Arbeitsbekämpfung hat die Corona-Pandemie nach Einschätzung von Microsoft-Gründer Bill Gates zunichte gemacht. Foto: Christian Böhmer/dpa

ARCHIV - Fortschritte bei der Arbeitsbekämpfung hat die Corona-Pandemie nach Einschätzung von Microsoft-Gründer Bill Gates zunichte gemacht. Foto: Christian Böhmer/dpa

Keystone/dpa/Christian Böhmer
(sda/dpa)

«Die Pandemie hat den Fortschritt angehalten und uns zurückgedrängt», sagte der 64-Jährige bei einer telefonischen Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung des «Goalkeepers»-Berichts am Dienstag. Der seit 2017 jährlich veröffentlichte Report bilanziert den bislang erreichten weltweiten Fortschritt beim Kampf gegen Armut und Krankheiten und prognostiziert, wie es weitergehen könnte.

Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, sei seit Beginn der Pandemie beispielsweise um sieben Prozent gestiegen, heisst es in dem Bericht. Die weltweite Impf-Abdeckung von Menschen sei auf das Niveau der 90er Jahre zurückgefallen - und habe damit «die Welt in 25 Wochen um 25 Jahre zurückversetzt». Ausserdem verstärkten die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bestehende Ungleichheiten, da Frauen und Minderheiten sowie Menschen, die in extrem armen Verhältnissen leben, deutlich stärker betroffen seien.

Die Welt müsse deswegen gemeinsam die Pandemie und ihre Auswirkungen bekämpfen - vor allem durch die Entwicklung von Behandlungsmethoden und Impfstoffen, fordern Bill und seine Frau Melinda Gates in dem Bericht. «Dies ist eine gemeinsame globale Krise, die eine gemeinsame globale Antwort verlangt.»