Forscher sagen 200'000 Coronavirus-Tote in USA bis Oktober voraus

In der Coronavirus-Krise müssen sich die USA bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Das sagen amerikanische Wissenschaftler voraus.

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Amerikanische Wissenschaftler rechnen mit weiteren zehntausend Todesopfern in den USA wegen Coronavirus-Infektionen.

Amerikanische Wissenschaftler rechnen mit weiteren zehntausend Todesopfern in den USA wegen Coronavirus-Infektionen.

KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE
(sda/dpa)

Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200'000 Toten übersteigen könnten. Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100'000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten.

Weltweite Negativrekorde

Damals waren die IHME-Wissenschaftler von 132'000 Toten in den USA bis Anfang August ausgegangen. Inzwischen rechnen sie bis zu diesem Zeitpunkt mit mehr als 147'000 Toten. Die Weisse Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Die Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichneten am Montagabend (Ortszeit) mehr als 116'000 Tote in den USA - bei mehr als 2,1 Millionen nachgewiesenen Infektionen. Die USA liegen mit beiden Werten weltweit an der Spitze.

Diese Zahlen sind allerdings auch wegen der Grösse der Vereinigten Staaten mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern nur schwierig mit anderen Ländern vergleichbar. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus in mehreren europäischen Ländern höher. In den vergangenen Tagen registrierten die USA täglich rund 20'000 neue Infektionen, teils auch deutlich mehr.