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Fluglotsen und Lehrer in Frankreich im Streik

Von Fluglotsen über Krankenschwestern bis hin zu Lehrern: Zehntausende Angestellte im öffentlichen Dienst Frankreichs haben am Dienstag die Arbeit niedergelegt und ihrem Unmut über die Regierungspolitik Luft gemacht.
Zehntausende Angestellte im öffentlichen Dienst Frankreichs haben am Dienstag die Arbeit niedergelegt und ihrem Unmut über die Regierungspolitik Luft gemacht. (Bild: KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA)

Zehntausende Angestellte im öffentlichen Dienst Frankreichs haben am Dienstag die Arbeit niedergelegt und ihrem Unmut über die Regierungspolitik Luft gemacht. (Bild: KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA)

(sda/afp)

Landesweit beteiligten sich laut französischem Innenministerium 139'000 Menschen an rund 180 Demonstrationen unter anderem gegen Stellenkürzungen. Am Rande einer Demonstration in Paris gab es Ausschreitungen und mehrere Festnahmen.

Der Streik der Fluglotsen stellte Reisende erneut auf eine Geduldsprobe: Die zivile Luftfahrtbehörde hatte den Airlines geraten, 20 Prozent ihrer Flüge zu streichen. Betroffen waren die Flughäfen Paris-Orly, Lyon und Marseille. Auch Schulen, Kindergärten, Spitäler und Arbeitsagenturen wurden bestreikt und blieben zum Teil geschlossen.

Protest gegen Entlassungen

Die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst legten zum dritten Mal seit dem Amtsantritt von Präsident Emmanuel Macron vor gut einem Jahr die Arbeit nieder. Der Protest richtet sich gegen Macrons Vorhaben, rund 120'000 Stellen in dem Bereich zu streichen. Erstmals seit dem Jahr 2010 hatten alle grossen Gewerkschaften gemeinsam zu den Kundgebungen aufgerufen.

An dem grössten Protestmarsch in Paris beteiligten sich rund 16'400 Menschen, wie Experten des unabhängigen Instituts Occurence im Auftrag der Nachrichtenagentur AFP und anderer Medien ermittelten.

Die Polizei sprach von rund 15'000 Teilnehmern. Am Rande der Demonstration warfen Vermummte Flaschen und Steine auf Polizisten, diese reagierten mit dem Einsatz von Tränengas. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 17 Menschen in Gewahrsam.

"Spitäler ausser Atem"

Auch in anderen Städten gingen Tausende auf die Strasse, so unter anderem in Lyon im Osten Frankreichs und in Nantes im Westen. "Spitäler ausser Atem" hiess es auf Spruchbändern oder "Macron zerstört alles". Die Gewerkschaften fürchten, dass der Präsident Teile des öffentlichen Dienstes privatisieren will.

Laut einer Umfrage für die Zeitung "Le Figaro" und andere Medien lehnen 49 Prozent der Franzosen den Arbeitskampf ab, 40 Prozent signalisierten dagegen ihre Unterstützung.

Ab Mittwoch sind neue zweitägige Streiks bei der französischen Bahn angekündigt. Laut der staatlichen Gesellschaft SNCF fahren im Schnitt nur drei von fünf Hochgeschwindigkeitszügen (TGV) und zwei von fünf Intercity-Zügen. Die Bahnmitarbeiter protestieren gegen die von Macron geplante Öffnung des Personenverkehrs für den Wettbewerb.

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