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Europol: Terrorgefahr in Europa durch Islamisten bleibt hoch

68 Menschen starben 2017 bei Terror-Anschlägen in Europa. Deutlich weniger als im Jahr zuvor. Die Anschläge sind auch weniger ausgeklügelt. Doch die Bedrohung bleibt, warnt Europol.
Europol-Direktorin Catherine De Bolle: «Der Kampf gegen den Terrorismus bleibt Top-Priorität für Europol.» (Bild: Keystone/EPA/BOGDAN CRISTEL)

Europol-Direktorin Catherine De Bolle: «Der Kampf gegen den Terrorismus bleibt Top-Priorität für Europol.» (Bild: Keystone/EPA/BOGDAN CRISTEL)

(sda/dpa)

Die Gefahr von Terroranschlägen bleibt nach einem Bericht von Europol trotz der Niederlagen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und Syrien hoch. Im vergangenen Jahr habe es in Europa doppelt so viel Anschläge mit islamistischen Motiven gegeben, heisst es im Terrorismus-Bericht von Europol, der am Mittwoch in Den Haag vorgelegt wurde.

Es habe sich aber zunehmend um Einzeltäter gehandelt, die aus der EU stammten und sich dort radikalisiert hätten. Auch war die Zahl der Todesopfer deutlich geringer.

Im vergangenen Jahr hatten neun EU-Mitgliedsstaaten insgesamt 205 Anschläge gemeldet, dazu zählt Europol auch vereitelte und gescheiterte Attacken. Das waren 45 Prozent mehr als im Vorjahr. 68 Menschen waren getötet und 844 verletzt worden.

«Top-Priorität für Europol»

Das sind deutlich weniger als 2016 mit insgesamt 142 Todesopfern. Doch die Gefahr bleibe, sagte die Direktorin von Europol, Catherine De Bolle. «Der Kampf gegen den Terrorismus bleibt Top-Priorität für Europol.» Nur durch guten Austausch von Daten und anderen Informationen könnten die Ermittler der EU-Mitgliedsstaaten auch erfolgreich sein. 2017 waren 975 Personen unter Terrorismusverdacht festgenommen worden.

2017 gab es 33 Anschläge von Dschihadisten mit 62 Todesopfern. Die Täter kämen aus Europa und handelten allein, sagte der Leiter des Anti-Terrorismus Zentrums von Europol, Manuel Navarrete. «Sie sind hier radikalisiert, aber haben meist keine direkte Verbindung zum IS oder einem anderen Dschihadi-Netzwerk.»

Die Anschläge seien weniger gut vorbereitet und es sei deshalb eher möglich, sie zu vereiteln. Andererseits seien diese Täter auch unberechenbarer. Sie könnten plötzlich mit einer Waffe auf Passanten losgehen.

Der IS nutze weiterhin vor allem Online-Medien zur Propaganda und um neue Anhänger zu rekrutieren. Auch Al Kaida sei sehr aktiv in der EU, warnte Europol.

Äusserst gefährlich können nach den Aussagen des Terrorismus-Experten heimkehrende IS-Kämpfer sein. «Viele von ihnen sind für solche Anschläge ausgebildet.» Im vergangenen Jahr seien jedoch nur wenige europäische IS-Kämpfer aus Syrien oder dem Irak zurückgekommen.

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