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EU-Staaten einigen sich auf Sozialstandards für LKW-Fahrer

Die EU-Verkehrsminister haben sich mehrheitlich auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Lastwagenfahrern in Europa geeinigt. Für gleiche Arbeit am gleichen Ort solle gleicher Lohn gelten.
Lastwagen blockieren die Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Lastwagenfahrer sollen in Zukunft in der ganzen EU gleiche Löhne erhalten. (Foto: Bob Edme/AP) (Bild: KEYSTONE/AP/BOB EDME)

Lastwagen blockieren die Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Lastwagenfahrer sollen in Zukunft in der ganzen EU gleiche Löhne erhalten. (Foto: Bob Edme/AP) (Bild: KEYSTONE/AP/BOB EDME)

(sda/dpa)

Dies teilte Österreichs Verkehrsminister Norbert Hofer in der Nacht auf Dienstag in Brüssel mit. Ausserdem sollten die Fahrer nicht mehr in ihren Führerhäusern übernachten dürfen. Damit sollen offenbar die Fuhrunternehmer verpflichtet werden, Unterkünfte für ihre Fahrer zu bezahlen. Österreich hat derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne.

Mit dem Beschluss soll Lohn-Dumping erschwert werden. Nun muss noch eine Einigung mit dem Europaparlament gefunden werden, bevor die Änderungen in Kraft treten können.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von etwa zwei Millionen Lastwagenfahrern in Europa würden verbessert, sagte Hofer weiter. Die Missstände auf überfüllten Autobahnparkplätzen würden demnach ebenfalls beseitigt.

Sozialdumping im Transportgewerbe

Vor allem westeuropäische Staaten beklagten seit geraumer Zeit, dass im Transportgewerbe Sozialdumping und unlauterer Wettbewerb herrschten.

Frankreich, Österreich, Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Norwegen und Schweden hatten sich im vergangenen Jahr mit Deutschland zusammengeschlossen, um dagegen vorzugehen.

Bemängelt wurde dabei auch, dass Fahrer teilweise wochenlange Touren ohne eine Rückkehr nach Hause absolvieren müssten. Dem Verkehrsminister-Beschluss zufolge dürfen die Kraftfahrer nun maximal vier Wochen am Stück in Europa unterwegs sein.

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