Einige Länder bereits in 2020 angekommen

Weltweit feiern die Menschen den Jahreswechsel. In vielen Ländern hat das neue Jahr 2020 bereits begonnen Den Anfang machten die Inselstaaten Samoa und Kiribati, dann folgten unter anderem Neuseeland, Australien und Japan.

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In Sydney gab es auch ein Feuerwerk für Familien mit Kindern, das bereits früher am Abend durchgeführt wurde.
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In Indien begrüssen Schulkinder an einem Anlass das neue Jahr.
Trotz der verheerenden Buschbrände in Australien schossen in der Grossstadt Sydney Feuerwerkskörper in die Luft.

In Sydney gab es auch ein Feuerwerk für Familien mit Kindern, das bereits früher am Abend durchgeführt wurde.

KEYSTONE/EPA/DC SS HK
(sda/dpa)

Um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit hatten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia weltweit als Erste den Jahreswechsel gefeiert. Gedämpft wurde die diesjährige Feierfreude allerdings von einem Ausbruch der Masern, an denen seit Oktober 81 Menschen gestorben sind. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze.

Eine Stunde später gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der grössten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen. Der Fernsehturm Sky Tower - das mehr als 300 Meter hohe Stadtwahrzeichen - spie wie schon in früheren Jahren Raketen aus seiner Spitze.

Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Feuerwerkskörper aus der Harbour Bridge und liessen den Hafen samt dem bekannten Opernhaus 12 Minuten lang in einem bunten Lichtspektakel erstrahlen. Zur grossen Feier mit rund einer Million Besuchern wehten die Fahnen in Gedenken an die Brandopfer auf Halbmast.

Angesichts der seit Wochen wütenden Buschbrände in der Region hatte eine Petition zur Absage der Pyro-Show Hunderttausende Unterzeichner gefunden. Doch die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung für das Feuerwerk, das der Küstenmetropole alljährlich Einnahmen von umgerechnet rund 87 Millionen Franken beschert. Die Zahl der Todesopfer bei den Feuern im Südosten Australiens stieg nach offiziellen Angaben am Dienstag auf zwölf.

Glocken läuten das neue Jahr ein

In den folgenden Stunden folgten nach und nach die Länder in Asien: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. In den kommenden drei Tagen werden Millionen Japaner die Tempel und Schreine im Land besuchen, um dort für Glück und Wohlstand zu beten.

Um 17 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, wo ebenfalls Feuerwerke die Himmel erleuchteten. In der von Unruhen überschatteten chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong allerdings wurde kurz vor dem Jahreswechsel (17 Uhr MEZ) die Absage des geplanten Grossfeuerwerks bestätigt. Die Touristenbehörde nannte Sicherheitsgründe wegen erwarteter Protestaktionen.

Zum Abschluss Hawaii

Um 22 Uhr MEZ begrüsst unter anderem Moskau das neue Jahr. Griechenland und einige osteuropäische Länder sind der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus, bevor dann auch in der Schweiz die Korken knallen.

In der britischen Hauptstadt London, die eine Stunde nach Bern ins neue Jahr kommt, wurden zum traditionellen Feuerwerk am Riesenrad London Eye nach Angaben der Stadt mehr als 100'000 Besucher erwartet.

In Südamerika müssen sich die Menschen allerdings noch etwas mehr gedulden: Teile Brasiliens und Argentinien können das neue Jahr erst um 4.00 Uhr MEZ begrüssen, um 6.00 Uhr folgt New York und erst um 11.00 Uhr Honolulu in Hawaii.

Eine Ausnahme bei all diesen Feierlichkeiten gab es in dem spanischen Dorf Villar de Corneja. Dort läuteten die Bewohner bereits mittags das neue Jahr ein - in der Mini-Gemeinde westlich von Madrid sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.

Zwei Mal Silvester

Für besonders grosse Silvesterfreunde ergibt sich im Pazifik die Möglichkeit, gleich zweimal ins neue Jahr hineinzurutschen: Dafür könnte man nach dem Prosit auf Samoa nach Amerikanisch-Samoa reisen. Die Hauptstädte der Inseln liegen nur rund 125 Kilometer Luftlinie entfernt. Das US-Aussengebiet liegt aber schon östlich der Datumsgrenze und hat 25 Stunden Zeitunterschied. Damit gehören Menschen auf Amerikanisch-Samoa auch noch nach Hawaii zu den letzten Ankömmlingen im Jahr 2020.