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«Ehrenmann/Ehrenfrau» ist Deutschlands «Jugendwort des Jahres» 2018

«Ehrenmann» beziehungsweise «Ehrenfrau» ist das «Jugendwort des Jahres» 2018. So werde jemand bezeichnet, der etwas Besonderes für einen tut, erklärte der Langenscheidt-Verlag am Freitag in München.
Annette Schwartzmanns, die Marketingleiterin des Langenscheidt-Verlags, präsentiert gemeinsam mit der Jury das «Jugendwort des Jahres» 2018. (Bild: Keystone/DPA/MATTHIAS BALK)

Annette Schwartzmanns, die Marketingleiterin des Langenscheidt-Verlags, präsentiert gemeinsam mit der Jury das «Jugendwort des Jahres» 2018. (Bild: Keystone/DPA/MATTHIAS BALK)

(sda/dpa)

Eine 21-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. Sie bestand in diesem Jahr unter anderem aus Journalisten, Bloggern, Schülern und einem Polizeikommissar aus Berlin-Kreuzberg.

Juror Oliver Bach, Literaturwissenschaftler an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, sagte über «Ehrenmann/Ehrenfrau»: «Die Jugendsprache hat dieses Wort wiederentdeckt, und anders als früher ist es nicht mehr auf höhere Gesellschaftsschichten und nicht mehr auf Männer einschränkt.»

Der 18 Jahre alte Youtuber Fabian Grischkat sagte: «Ich freue mich besonders über das Wort, da es in Zeiten von Hass und Hetze ein positives Zeichen setzt. Jeder Mensch, der eine gute Tat vollbringt, darf sich ab heute mit dem offiziellen Jugendwort schmücken!»

Werbeaktion des Verlags

Bei einer vorangegangenen, unverbindlichen Online-Abstimmung war «Ehrenmann/Ehrenfrau» auf dem dritten Platz gelandet. Seit Ende August bis Dienstagabend standen 30 Begriffe zur Auswahl, die zeigen sollen, wie Jugendliche heute reden - darunter «Lauch», ein anderes Wort für Trottel.

Der Favorit der rund 1,5 Millionen Teilnehmer war «verbuggt» - für etwas, das voller Fehler ist. In Anspielung auf den Rückzug der FDP und ihres Vorsitzenden Christian Lindner aus einer möglichen Koalition mit CDU/CSU und Grünen nach der Bundestagswahl 2017 stand auch «lindnern» zur Wahl: also - gemäss Lindner-Zitat - lieber etwas gar nicht zu machen als etwas schlecht zu machen.

Die Kriterien für die Top 30 sind laut Verlag Originalität, Kreativität, Verbreitung sowie kulturelle, gesellschaftliche und zukünftige Relevanz. Die Jury musste sich dann für eines der zehn beliebtesten Wörter aus dem Online-Voting entscheiden.

2017 hatte der Ausdruck «I bims» gewonnen, ein Synonym für «Ich bin» und «Ich bin's». Seit 2008 wird jährlich ein Jugendwort bestimmt. Dabei wird häufig diskutiert, ob das gewählte Wort wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entspricht. Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags.

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