Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ehemaliger bolivianischer Diktator García Meza 88-jährig gestorben

Boliviens ehemaliger Militärdiktator Luis García Meza ist am Sonntag im Alter von 88 Jahren in einem Militärspital in La Paz gestorben. Sein Anwalt Frank Campero gab Herzstillstand und Lungenversagen als Todesursache an.
Boliviens Ex-Diktator Luis García Meza ist im Alter von 88 Jahren in einem Militärspital gestorben. (Bild: KEYSTONE/AP/SANDRA BOULANGER)

Boliviens Ex-Diktator Luis García Meza ist im Alter von 88 Jahren in einem Militärspital gestorben. (Bild: KEYSTONE/AP/SANDRA BOULANGER)

(sda/afp)

Boliviens ehemaliger Militärdiktator Luis García Meza ist am Sonntag im Alter von 88 Jahren in einem Militärspital in La Paz gestorben. Sein Anwalt Frank Campero gab Herzstillstand und Lungenversagen als Todesursache an.

Ein Gericht hatte García Meza 1993 wegen Verbrechen nach dem von ihm angeführten Umsturz von 1980 zu 30 Jahren Haft verurteilt. Davon verbüsste er mehr als ein Drittel im Militärhospital Cossmil.

Der wegen seiner Verbindungen zur Drogenmafia "Narko-Diktator" genannte General hatte im Juli 1980 die Übergangspräsidentin Lidia Gueiler in einem blutigen Militärputsch gestürzt. Er blieb bis zum August des folgenden Jahres an der Macht, als er seinerseits gestürzt wurde.

García Meza regierte mit eiserner Hand. Zusammen mit seinem Innenminister Luis Arce Gómez stellte er eine paramilitärische Gruppe namens "Bräutigame des Todes" zur Ermordung von Regierungsgegnern zusammen, wobei ihm der ehemalige Gestapo-Chef Klaus Barbie geholfen haben soll.

"Morde nicht gesühnt"

Die bolivianische Vereinigung der Angehörigen von Gefangenen, Verschwundenen und Märtyrern der Diktatur (Asofamd) beklagte auf Facebook, dass mit García Mezas Tod die Morde, die Folterungen und das Verschwindenlassen von Menschen nicht gesühnt würden. Gestorben sei der General "geschützt von der Armee" in dem Militärspital.

Nach seiner Verurteilung im April 1993 war García Meza die Flucht nach Brasilien gelungen. Dort wurde er im März 1995 gefasst und nach Bolivien ausgeliefert.

Ihm wurde unter anderem die Tötung von 22 Leitungsmitgliedern der Bewegung der Revolutionären Linken (MIR) im Januar 1981 durch Paramilitärs zur Last gelegt, ausserdem die Ermordung des Sozialistenchefs und Gewerkschaftsführers Marcelo Quiroga Santa Cruz, dessen Gebeine nie gefunden wurden.

Neben Hugo Banzer, der das Land von 1971 bis 1978 diktatorisch und von 1997 bis 2001 als Präsident regierte, gilt der fanatische Antikommunist García Meza als blutigster Gewaltherrscher Boliviens im 20. Jahrhundert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.