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Dutzende Verletzte bei Protesten der Opposition in Mali

In Mali sind bei Zusammenstössen zwischen oppositionellen Demonstranten und der Polizei dutzende Menschen verletzt worden. Die Polizei ging am Samstag mit Tränengas und Schlagstöcken gegen hunderte Demonstranten vor.
Die Polizei geht am Samstag mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten in Bamako in Mali vor. (Bild: KEYSTONE/AP/BABA AHMED)

Die Polizei geht am Samstag mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten in Bamako in Mali vor. (Bild: KEYSTONE/AP/BABA AHMED)

(sda/afp)

Zahlreiche Menschen demonstrierten in der Hauptstadt Bamako für transparente Wahlen. Die Stadtverwaltung hatte die Protestkundgebung mit Verweis auf den geltenden Ausnahmezustand verboten.

Nach Angaben der Opposition wurden rund 30 Verletzte ins Universitätsspital von Bamako eingeliefert. Auch drei Oppositionspolitiker seien von Polizeiknüppeln am Kopf verletzt worden. Der ehemalige Finanz- und Wirtschaftsminister Mamadou Igor Diarra erklärte, er sei bei der Demonstration ebenfalls leicht verletzt worden.

Diarra ist einer der rund 15 Kandidaten, die bei der Präsidentschaftswahl am 29. Juli gegen Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keïta antreten. Die Demonstranten hatten eine transparente und glaubwürdige Wahl gefordert. Nach dem gewaltsamen Polizeieinsatz forderte die Opposition den Rücktritt von Regierungschef Soumeylou Boubeye Maïga.

Hartes Vorgehen

Die Demonstranten seien mit Tränengas und Knüppeln attackiert worden, erklärte das Büro von Oppositionsführer Soumaïla Cissé, der ebenfalls bei der Wahl antritt. Die Parteizentrale der Oppositionspartei ADP sei von Spezialeinheiten der Polizei mit Granaten beschossen worden, Sicherheitskräfte der Regierung hätten mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres, der Mali erst Ende Mai besucht hatte, zeigte sich besorgt über die gewaltsamen Auseinandersetzungen bei der Demonstration. Er rief in einer Erklärung alle Beteiligten zu "Ruhe und Zurückhaltung" auf und forderte einen Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft, um ein günstiges Umfeld für "glaubwürdige und transparente Wahlen" in dem westafrikanischen Land zu schaffen.

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