Ende für die «Engel»: Dessous-Marke Victoria's Secret streicht Modenschau

Die US-Dessous-Marke Victoria's Secret will ihre berühmte Modenschau in diesem Jahr streichen. Nach Berichten mehrerer US-Medien teilte der Mutterkonzern L Brands die Entscheidung am Donnerstag (Ortszeit) in einem Telefonat mit Analysten mit.

Drucken
Teilen
Die US-Dessous-Marke Victoria's Secret will ihre berühmte Modenschau in diesem Jahr streichen. Die Show kämpft seit Jahren mit sinkenden Zuschauerzahlen. (Bild: KEYSTONE/EPA/SHERWIN)

Die US-Dessous-Marke Victoria's Secret will ihre berühmte Modenschau in diesem Jahr streichen. Die Show kämpft seit Jahren mit sinkenden Zuschauerzahlen. (Bild: KEYSTONE/EPA/SHERWIN)

(sda/dpa)

Die Show kämpft demnach seit Jahren mit sinkenden Zuschauerzahlen, 2018 hätten diese einen Tiefpunkt erreicht. Erstmals war die Schau, bei der Frauen in High-Heels, glitzernder Unterwäsche und riesigen Flügeln über den Laufsteg ziehen, 1995 ausgestrahlt worden. In den Vorjahren fand das Mode-Event im November/Dezember statt.

Victoria's Secret habe zuletzt Kunden an die Konkurrenz verloren, hiess es beim US-Fernsehsender CNN. Die Dessous-Schau war häufig als sexistisch und anti-feministisch bezeichnet worden. Die Marke kämpfe darüber hinaus mit den Nachwehen des Epstein-Skandals. Demnach hatte der Gründer des Mutterkonzerns enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter und Multimillionär Jeffrey Epstein, der sich im August in der Haft das Leben nahm.