Demokraten umwerben kurz vor erster Vorwahl Bürger in Iowa

Zwei Tage vor dem Beginn ihrer Vorwahlen für die US-Präsidentschaftskandidatur haben die demokratischen Bewerber bei zahlreichen Veranstaltungen in Iowa um Unterstützung geworben.

Drucken
Teilen
Der Demokrat und US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders will den amtierenden Präsidenten Donald Trump bei den Wahlen im Herbst schlagen. Sanders kritisiert die Politik von Trump heftig.

Der Demokrat und US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders will den amtierenden Präsidenten Donald Trump bei den Wahlen im Herbst schlagen. Sanders kritisiert die Politik von Trump heftig.

KEYSTONE/AP/PM
(sda/afp)

Am Samstag suchten in dem ländlichen Bundesstaat im Mittleren Westen der USA acht der insgesamt elf demokratischen Präsidentschaftsbewerber den Kontakt zu den Wählern. In Umfragen für Iowa liegt der linksgerichtete Senator Bernie Sanders knapp vor dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden.

«Wir müssen und werden den gefährlichsten Präsidenten in der modernen Geschichte unseres Landes besiegen», sagte Sanders mit Blick auf US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Indianola. Schliesslich sei Trump «rassistisch, sexistisch, homophob und fremdenfeindlich». Sanders' Wahlkampfteam organisierte für seine Anhänger in Iowa Konzerte mit bekannten Gruppen wie Bon Iver und Vampire Weekend.

Weitere Auftritte von Demokraten

Auch die prominenten Senatorinnen Elizabeth Warren und Amy Klobuchar reisten für jeweils zwei oder drei Wahlkampfveranstaltungen nach Iowa. Der Wahlkampf der Senatoren unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern wird allerdings durch das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump erschwert, das am Montag in Washington fortgesetzt werden sollte. Am Mittwoch soll das Impeachment-Verfahren enden, wegen der Mehrheit der Republikaner im Senat ist von einem Freispruch für Trump auszugehen.

Mehr Zeit für Wahlkampftermine in Iowa als die demokratischen Senatoren hatte neben Biden auch der 38-jährige Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg. Bei seinen vielen Auftritten setzte er darauf, besser als Biden bei jungen Wählern punkten zu können und weniger zu polarisieren als Sanders. In Iowa kann aber auch Klobuchar aus Iowas Nachbarstaat Minnesota auf eine Überraschung hoffen, nachdem sie in den Umfragen langsam, aber stetig zugelegt hat.

Von zentraler Bedeutung

In Iowa leben gerade einmal knapp 3,2 Millionen Menschen. Dennoch ist der Bundesstaat von zentraler Bedeutung für das Rennen um das Weisse Haus, weil hier traditionell die Vorwahlen beginnen. Vor der Abstimmung am Montag (Ortszeit) hat in einer Umfrage fast jeder zweite Wähler in Iowa angegeben, noch unentschieden zu sein.

Die Vorwahlen enden Anfang Juni. Mitte Juli findet der Nominierungsparteitag der Demokraten statt. Gewählt wird der künftige US-Präsident am 3. November.